04.11.2016

Startschuss für das Pariser Klimaschutzabkommen

Applaus bei der Pariser Klimakonferenz

Kommittee von Paris; Foto: flickr/MAEDI F. de la Mure (CC BY-NC-SA 2.0)

Heute, am 4. November 2016, tritt das Pariser Klimaschutzabkommen offiziell in Kraft. Darin bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zu dem Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das Abkommen, das bei der 21. internationalen Klimakonferenz (COP21) im Dezember 2015 in Paris beschlossen wurde, und nun in die Tat umgesetzt werden soll, ist ein historischer Schritt auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen Welt. Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) feiert den 4. November auf vielfältige Weise.

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) hat seit 2008 mit mehreren Projekten weltweit dazu beigetragen, Prozesse anzustoßen, die eine Entwicklung hin zu dieser Vereinbarung möglich gemacht haben. Jetzt sollen IKI-Projekte Partnerländer bei der Umsetzung des Abkommens unterstützen.

Als direkte Folge der Klimaverhandlungen in Warschau 2013 (COP19), bei der sich die Vertragsstaaten auf die Spezifizierung ihrer geplanten Treibhausgasminderungsbeiträge (INDCs) einigten, begann die IKI, in mehreren Projekten über 25 Partnerländer bei der Entwicklung dieser INDCs sowie bei der Formulierung langfristiger Strategien zu Emissionsminderungen zu unterstützen.

Mit dem Inkrafttreten des Pariser Abkommens müssen die nationalen Regierungen mit der Durchführung der vereinbarten Bekenntnisse von Paris beginnen. Aus den INDCs werden NDCs. Neben Minderungszielen für klimaschädliche Emissionen formulieren viele (I)NDCs auch notwendige Anpassungsleistungen sowie Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Bereits 2015 richtete das BMUB deshalb im Rahmen der IKI das „NDC Support Cluster“ ein, um Partnerländer schnell und umfassend bei der Umsetzung ihrer NDCs zu unterstützen. Das Cluster setzt sich zunächst aus fünf IKI-Projekten mit acht Partnerorganisationen mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von etwa 35,6 Millionen Euro zusammen, durch die insgesamt 27 Partnerländer unterstützt werden.

Während des gesamten Prozesses stehen Austausch und ein aktiver Dialog zwischen den beteiligten Regierungen an zentraler Stelle. Die IKI wird mit diesen und ihren weiteren weltweiten Projekten die Erreichung der gemeinsamen Klimaziele auch in Zukunft begleiten.