25.10.2019

Strategien für Klimaschutz und Biodiversität in Peru

Ein indigener Erzeuger im Amazonasgebiet präsentiert seine Kakaoplantagen

Ein indigener Erzeuger im Amazonasgebiet präsentiert seine Kakaoplantagen © GIZ/Luis Carrera

Am 25. Oktober fand die zweite Tagung der IKI-Projekte in Peru statt. Das Ziel: Synergien bei Maßnahmen gegen den Klimawandel und zum Schutz der Biodiversität zu fördern.

An der IKI-Tagung 2019 nahmen etwa 60 Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen IKI-Projekte sowie der peruanischen Regierung teil. Außerdem war das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) vertreten.

Ziel der Tagung war es, die Prioritäten der IKI zu verdeutlichen, den Wissensaustausch zwischen den IKI-Projekten und den peruanischen Partnern zu fördern und zu erläutern, welchen Beitrag die IKI-Projekte zu den Schwerpunktthemen der peruanischen Regierung leisten.

Teilnehmende des Workshops zu IKI-Projekten in Peru am 28. Oktober 2019

Mit seinen Strategien zum Schutz von Klima und Biodiversität zeigt Peru seit vielen Jahren großes Engagement im Klimaschutz. Auf internationaler Ebene hat das Land im Juli 2016 seine nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) ratifiziert, mit denen der Treibhausgasausstoß Perus bis 2030 um 20 Prozent verringert werden soll. Gleichzeitig sehen die NDCs vor, die laufenden Anpassungsstrategien zu verstärken, um die Risiken von Klimawandelfolgen zu mindern. Auf nationaler Ebene hat die peruanische Regierung 2018 ein Rahmengesetz zum Klimawandel verabschiedet. Es enthält grundlegende Vorschriften für die Koordinierung, Formulierung, Gestaltung, Umsetzung, Überwachung, Evaluation und Verbreitung der staatlichen Klimaschutzmaßnahmen. Darüber hinaus werden in dem Rahmengesetz die Kompetenzen und Funktionen der drei Regierungsebenen (national, regional und lokal) festgelegt.

Regenwald im Amazonasgebiet von San Martín, Peru © GIZ/Thomas Müller

Auf dem Gebiet der Biodiversität hat Peru 2018 der Biodiversitätskonvention (CBD) den sechsten nationalen Bericht für den Zeitraum 2014-2018 vorgelegt. In diesem Bericht werden die Fortschritte dargestellt, die Peru beim Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität erzielt hat. Ein Schwerpunkt des Berichts sind die Erweiterung des Wissens über neue Arten und deren wirtschaftliche Nutzung sowie die gerechte Verteilung der hieraus resultierenden Vorteile. Diese Informationen werden für die Erstellung des 5. „Global Biodiversity Outlook“ (GBO5) verwendet und können zur Realisierung der neuen Strategien und globalen Ziele des Strategieplans für die biologische Vielfalt beitragen, der 2020 in China beschlossen werden soll.