18.08.2015

Transparenz auf globaler Ebene

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Workshop zu Korruptionsrisiken und Antikorruptionsstrategien bei Klimafinanzierung. Foto: Asian Development Bank

Korruptionsrisiken und Antikorruptionsstrategien standen im Mittelpunkt eines Workshops, der vom 25. bis zum 27. Mai in Manila in den Philippinen stattfand. Er wurde von der Asian Development Bank und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Kooperation mit dem U4 Anti-Corruption Resource Centre organisiert. Die rund 60 Teilnehmer aus Bhutan und den Philippinen diskutierten mit Vertretern internationaler und nationaler Organisationen über effektive Antikorruptionsmaßnahmen ebenso wie über die Sicherstellung einer transparenten Klimafinanzierung. Dabei dienten die Philippinen als Show-Case, um existierende Maßnahmen zur Minderung von Korruption in der Klimafinanzierung und beim Management natürlicher Rohstoffe zu erläutern. Der Workshop wurde von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) unterstützt.

Auch im Rahmen der Zwischenverhandlungen zur UN-Klimarahmenkonvention in Bonn vom 01. bis 11. Juni gab es Veranstaltungen zum Thema Transparenz in der Klimaschutzpolitik. So sprachen bei der von der IKI unterstützten Podiumsdiskussion "Environmental and Social Accountability for Results-based Finance" Experten aus unterschiedlichen Sektoren und Ländern über ihre Erfahrungen zum Thema Antikorruption. Vertreter von Environmental Transparency International (TI) Bangladesh nahmen als anerkannte Experten und Podiumsredner an dem Workshop teil. TI unterstützt philippinische Akteure aus der Zivilgesellschaft, der Regierung sowie aus dem Privatsektor darin, bestehende Korruptionsrisiken zu ermitteln und entsprechende Antikorruptionsmaßnahmen einzuführen und umzusetzen.

Alle Veranstaltungen sind Teil des IKI-Projekts zur "Stärkung von Transparenz, Rechenschaftspflicht, Korruptionsbekämpfung und Öffentlicher Kontrolle". Das Projekt wird durch das BMUB mit einer Summe von rund 2,4 Millionen Euro unterstützt und soll die Korruption bei der Klimafinanzierung in Entwicklungsländern verringern. Korruption zerstört nicht nur die Vertrauensebene, auf der die internationale Klimafinanzierung basiert, sondern hat zusätzlich negative Auswirkungen bei der nicht nachhaltigen Nutzung natürlicher Rohstoffe und Degradierung essentieller Ökosysteme. Durch Schulungen, Workshops und mit einer Onlineplattform werden Akteure aus Zivilgesellschaft, Regierung und Privatsektor darin unterstützt, eine aktivere Rolle in der Klimafinanzpolitik einzunehmen. Entscheidend für die Effektivität eines Projekts ist neben aktiven Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung die Einbindung der Bevölkerung vor Ort.

Die IKI des BMUBs fördert Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit einem Gesamtfördervolumen von mittlerweile 1.3 Milliarden Euro. Transparenz und Rechenschaftspflicht sind maßgebliches Kriterium bei der Unterstützung von Projekten.