22.04.2015

Türkei - Mit Biogas in die Zukunft

Tische mit Teilnehmern bei der Abschlusskonferenz

Abschlusskonferenz Türkisch-Deutsche Biogas Projekt. Foto: GIZ-Türkei

Zum Abschluss des Türkisch-Deutschen Biogas Projekts sind Anfang des Jahres in Ankara die Hauptaktivitäten und die im Projekt erreichten Ziele türkischen und deutschen Regierungsvertretern sowie einem Fachpublikum präsentiert worden.

Dabei wurde eine Studie vorgestellt, die im Rahmen des Vorhabens durchgeführt wurde. Demnach hat die Türkei das Potenzial, bis zu 4.800 Biogas-Anlagen mit einer durchschnittlichen Kapazität von 250 kW im Land zu errichten, welche bis zu sechs Prozent der Energieleistung des Landes durch Biogas bereitstellen könnten.

Zudem unterstützte das Projekt die Errichtung eines Technologie– und Informationszentrums für Biogas. Es soll als zentraler Wissensträger für Biogastechnologie und entsprechenden Klimaschutzmaßnahmen in der Türkei dienen.

Über Versuche zur Umsetzung eines ganzheitlichen Biogaskonzepts am Pilotstandort Gönen, berichtete auf der Veranstaltung Prof. Dr. Harun Baytekin von der Canakkale Universität. Ein wesentlicher Aspekt dieses Konzepts ist die vollständige Verwertung von Gärresten als organischer Dünger in der Landwirtschaft. Weiterhin wurde zusammen mit der Ege Universität Izmir ein Biogaskalkulationsmodell entwickelt.

Sebahattin Dökmeci, stellvertretender Generaldirektor im türkischen Ministerium für Umwelt und Stadtentwicklung betonte auf der Veranstaltung, dass die während der Durchführung des Projektes gewonnenen Erfahrungen und erzielten Ergebnisse bei der künftigen Verbesserung der Gesetzgebung und der politischen Strategieentwicklung des Ministeriums hilfreich und wegweisend sein werden.

Das Türkisch-Deutsche Biogas Projekt wurde vom Bundesumweltministerium (BMUB) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) von 2010 bis 2015 gefördert. Insgesamt betrug das Projektvolumen 3,7 Millionen Euro, davon waren 2,5 Millionen Euro Fördermittel des BMUB.


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