13.08.2015

Umfangreiche Anpassungsstrategie für Mali

Fünf Menschen sitzen hinter einem Konferenztisch

Der malische Umweltminister begrüßt die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung. Foto: Solveig Schindler

Am 21. Juli eröffnete der malischen Umweltminister Mohamed Ag Erlaf in der Hauptstadt Bamako den Auftakt-Workshop für das Pilotprogramm zur Unterstützung der nationalen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Mali (ASNaCC). Ag Erlaf betonte vor rund 50 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und anderen Partnern der Entwicklungszusammenarbeit die positiven Erfahrungen der langjährigen Zusammenarbeit mit Deutschland im Klima- und Umweltbereich. Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung auch, um ihre Sichtweise darzustellen, wie das Programm auf lokaler Ebene umgesetzt werden könnte.

Mali liegt im Sahel und ist von den negativen Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Temperaturen steigen, Regenfälle nehmen zu und werden unzuverlässiger, d.h. fruchtbares Ackerland und die Saat schwemmt weg. Folge sind länger andauernde Dürreperioden.

Bisher fehlt den Menschen in den betroffenen Dörfern und Gemeinden genauso wie den Beteiligten aus der Privatwirtschaft und auf Regierungsebenen die Kapazität und das nötige Know-How, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu ergreifen. Das erschwert auch die effektive Umsetzung der bestehenden nationalen Klimastrategie (Stratégie Nationale. Changements. Climatiques, SNCC) und dem nationalen Klimaaktionsplan (Plan d'Action National Climat, PANC).

Hier setzt das neue IKI-Projekt an und unterstützt Entscheidungsträger auf allen relevanten Ebenen bei der Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in sozio-ökonomischen Strategien und Entwicklungspolitiken. Die Akteure werden außerdem darin geschult, die verschiedenen Sektoren wie Landwirtschaft, Energie, Viehwirtschaft, Fischfang, Forstwirtschaft, Gesundheit und Infrastruktur, je nach Schadenanfälligkeit in Bezug auf den Klimawandel, einzustufen. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel werden außerdem in regionale, kommunale und lokale Planungstools integriert.

Das kann zu Aktivitäten führen, die die Energieversorgung verbessern und den Brennholzbedarf verringert. Gleichzeitig kommen effizientere Kochherde genau so wie kleine mit erneuerbaren Energien angetriebene Einheiten für die Beleuchtung zum Einsatz. Der Fokus liegt auf besonders stark vom Klimawandel betroffenen Gebieten und der Integration von Genderaspekten in alle durchzuführenden Maßnahmen.

Berücksichtigt werden soll auch der Finanzsektor, z.B. bei der Finanzierung von Kleinstprojekten oder der Einbeziehung der Folgen des Klimawandels in Investitionsentscheidungen.

Das Projekt wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums mit rund zehn Millionen Euro unterstützt und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sowie dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) umgesetzt.


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