19.03.2019

UN erklärt 2021-2030 zur Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen

Nosara, Guanacaste in Costa Rica; Foto: ©REDD+ Landscape, GIZ/Sergio Pucci

Nosara, Guanacaste in Costa Rica; Foto: ©REDD+ Landscape, GIZ/Sergio Pucci

In ihrer Sitzung vom 01. März 2019 folgte die Generalversammlung der Vereinten Nationen der Initiative El Salvadors und erklärte die folgende Dekade 2021-2030 zur UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen. Unterstützt wurde die Initiative von der zentralamerikanischen Umwelt- und Entwicklungskommission CCAD und deren Mitgliedsstaaten, sowie von Erklärungen der lateinamerikanischen und afrikanischen Umweltministerkonferenzen.

Umweltministerin Linda Pohl bei der UN Generalversammlung; Foto: ©Vereinte Nationen

Das Ziel der UN-Dekade ist die Wiederherstellung von degradierten oder zerstörten Ökosystemen als Beitrag zu den Zielen der drei UN-Konventionen zu Klimawandel, Biodiversität und Wüstenbekämpfung sowie zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG). Sie soll einen Rahmen für die Weiterentwicklung bereits bestehender internationaler Initiativen wie der Bonn Challenge, der Initiative 20 by 20, der AFR100 und der UN New York Declaration on Forests bilden und die Synergien dieser Initiativen verstärken.

Durch die Wiederherstellung degradierter Ökosysteme werden wichtige Ökosystemdienst-leistungen wie die Speicherung von Kohlenstoff und die Regulierung des Wasserhaushalts erhalten und die Resilienz der von ihnen abhängigen Bevölkerung gegenüber dem Klimawandel gestärkt. Dies kann durch verschiedene Interventionen wie natürliche Regeneration, Aufforstung oder die Förderung angepasster Agroforstsysteme erreicht werden. Damit trägt dieser Ansatz zur Erreichung verschiedener globaler Ziele wie dem Schutz der Biodiversität, der nachhaltigen Wasservorsorgung, dem Schutz vor Klimarisiken und der Ernährungssicherung bei.

Baumschule in El Salvador; Foto: ©REDD+ Landscape, GIZ/Javier KafieSeit letztem Jahr wurde die Initiative zu der UN-Dekade des salvadorianischen Umweltministeriums MARN und der CCAD auch im Rahmen des IKI-Projekts "Wiederaufbau von Waldlandschaften in Zentralamerika und der Dominikanischen Republik und Umsetzung des Grünen Entwicklungsfonds für Zentralamerika (REDD+ Landscape II)" unterstützt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und der Europäischen Union (EU) finanziert. Der in das Projekt integrierte "Grüne Entwicklungsfonds" finanziert die Wiederherstellung von Ökosystemen in sechs zentralamerikanischen Ländern als regionaler Mechanismus zur Umsetzung der Ziele der UN-Dekade und stärkt dabei die Region in ihrer Vorreiterrolle.