03.04.2020

UN-Klimakonferenz verschoben, Petersberger Klimadialog findet statt

Weltkugel

Foto: Adobe Stock / Anastasiia

Das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie am Mittwoch, 1. April 2020, entschieden, die diesjährige Weltklimakonferenz (COP 26) auf das Jahr 2021 zu verschieben, ein neuer Termin steht noch nicht fest. An der Weltklimakonferenz nehmen rund 200 Staaten teil, aktuell stehen wichtige Verhandlungen zur weiteren Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 an.

Die Klimakonferenz war für Anfang November geplant und sollte in Glasgow stattfinden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze äußerte Verständnis für die Verschiebung der Konferenz, gleichzeitig machte Sie deutlich:

„Wie wir es in den nächsten Jahren schaffen, global die nötigen strukturellen Reformen zur raschen Dekarbonisierung einzuleiten, wird darüber entscheiden, ob es uns gelingt, die globale Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Deswegen müssen wir uns gemeinsam mit unseren internationalen Partnern noch in diesem Jahr - spätestens aber im Vorfeld der nächsten Weltklimakonferenz - zu höheren Klimazielen bekennen. Und diese Ziele müssen wir in der wirtschaftlichen Erholungsphase nach der Corona-Krise konsequent umsetzen.“

Es sei nun wichtig, die Zeit bis zur Klimakonferenz 2021 zu nutzen, um mit den internationalen Partnern in der Sache voranzukommen. Der Petersberger Klimadialog bildet dafür den Auftakt. Die Veranstaltung wird Ende April als Videokonferenz stattfinden, es nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus 35 Ländern teil.

Ebenfalls verschoben werden die Zwischenverhandlungen, die ursprünglich im Juni 2020 vor der COP26 stattfinden sollten. Sie sind nun für Oktober 2020 geplant.