23.09.2016

Verankerung von Anpassung in südamerikanischer Politik

Gruppenbild

Delegationsteilnehmer aus Peru, Brasilien und Kolumbien in der Dresdner Innenstadt; Foto: Oliver Hölcke

Mitglieder verschiedener Ministerien aus Peru, Kolumbien und Brasilien informierten sich vom 19. – 23. September in Deutschland über öffentliche Investitionen und Klimawandel. Das Treffen in Berlin und Dresden markierte eine erste wichtige gemeinsame Aktivität der drei südamerikanischen Länder. Als Vorreiter in der Region werden sie in Zukunft den Bereich Anpassung an den Klimawandel bei der Planung von öffentlichen Vorhaben stärker mit einbeziehen. Eingeladen hatte das Projekt „Anpassung von öffentlichen Investitionen an den Klimawandel in Lateinamerika“, das im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesumweltministerium (BMUB) finanziert wird.

Im Zuge der steigenden Klimarisiken, wird es für die betroffenen Staaten immer wichtiger, auch öffentliche Investitionen unter dem Gesichtspunkt „Anpassung an den Klimawandel“ zu betrachten. Durch staatliche Gelder finanzierte Projekte im Bereich Infrastruktur oder Dienstleistungen sind zunehmend den vom Klimawandel verursachten Veränderungen ausgesetzt. Starke Niederschläge können Verkehrswege beschädigen, Stürme zerstören Häuser, Fluten und Trockenheit bringen Ernteausfälle und Krankheiten mit sich. Extreme Wetterereignisse können somit die gesamte wirtschaftliche Entwicklung eines Landes beeinträchtigen. Um daher die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit neu geplanter Investitionsprojekte zu verbessern, werden die Planungs-, bzw. Finanzministerien aus Brasilien, Kolumbien und Peru in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Richtlinien für die Berücksichtigung von Klimarisiken erarbeiten. In Peru konnte bereits 2015 eine solche Richtlinie verabschiedet werden, deren langfristige Umsetzung nun begleitet wird.
Brasilien und Kolumbien sollen von den Erfahrungen, die das Projekt in Peru sammeln konnte, profitieren und langfristig diesen Ansatz in die Planung öffentlicher Investitionen verankern.

Den südamerikanischen Vertretern diente der Besuch in Deutschland unter anderem zur Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Investitionssysteme. Ihnen wurde zudem die Möglichkeit gegeben, an Fachvorträgen teilzunehmen, aber auch untereinander Wissen auszutauschen und sich zu vernetzen. Dabei gab es auch einen Vortrag zum Thema „deutsches Investitionssystem und Funktionsweise des Finanzföderalismus“. In Dresden wurden die Teilnehmer über das Konzept zum Hochwasserschutz der Elbestadt informiert und tauschten sich auch zu Anpassung an den Klimawandel in Deutschland aus.


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