20.11.2019

Warum Finanzierung an die Zukunft eines biodiversen Planeten gebunden ist

Foto: World Agroforestry/Rob Finlayson

Foto: World Agroforestry/Rob Finlayson

Der kürzlich von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Agroforestry (ICRAF) veröffentlichte  Bericht “ Finance that Works for Biodiversity”, betont die Wichtigkeit von Biodiversitätsfinanzierung, fordert neue Finanzierungsinstrumente und empfiehlt Biodiversität als wirtschaftliches Gut anzusehen.

Der Bericht basiert auf dem gleichnamigen Workshop "Finance that Works for Biodiversity", der am 24. und 25. Juni 2019 in Bonn stattfand. Dort beschäftigten sich rund 40 Expertinnen und Experten aus 7 Ländern mit der Frage, wie finanzielle Ressourcen stärker für den Schutz der Biodiversität eingesetzt werden können. Vertreterinnen und Vertreter des Privat- und Finanzsektors sowie von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen diskutierten neue Ideen für die Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Sechs Projekte, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert und von der GIZ bzw. dem ICRAF durchgeführt werden, haben in dieser gemeinsamen Veranstaltung Expertinnen und Experten für eine globale Lern- und Wissensaustauschveranstaltung zusammengebracht. Teilnehmende aus dem öffentlichen und privaten Sektor aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika berichteten über ihre Erfahrungen, wie Investitionen in Richtung einer biodiversitätsfreundlichen Lebensmittelproduktion gelenkt werden können.

Die Expertinnen und Experten forderten neue finanzielle Anreize für ein transformatives Agrarmodell, das die biologische Vielfalt fördert und das ganze Jahr über Nahrung bietet - für Landwirtinnen und Landwirte und für die Menschen, die ihre Produkte kaufen. Eine solche Transformation verbindet die Landwirtschaft mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und trägt so zur UN Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen bei.

Ein wichtiger Punkt ist, dass Privatsektor und Regierungen sich für die notwendige Transformation der Landwirtschaft einsetzen werden, wenn die Investitionen zu besseren Einkommen, Lebensgrundlagen und Nahrungsmitteln führen. Daher ist es Aufgabe der Forschungsgemeinschaft zu zeigen, dass Investitionen in die biologische Vielfalt die Regierungen dabei unterstützen, ihre Entwicklungsziele zu erreichen und gleichzeitig für den Privatsektor Risiken in den Lieferketten reduzieren.

Die Teilnehmenden des Workshops diskutierten bestehende Finanzprodukte und Blended-Finance-Instrumente, die eine biodiversitätsfreundliche Produktion fördern können.

Der Report mit detaillierten Informationen zum Workshop und den Ergebnissen der Diskussionen kann hier heruntergeladen werden (auf Englisch).