07.11.2016

Weltklimakonferenz beginnt

Logo der COP22

Logo der COP22 mit Menara (Stadtpark in Marrakesch, Marokko): UNFCCC

Heute beginnt in der marokkanischen Stadt Marrakesch die 22. Weltklimakonferenz. Die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention werden bis zum 18. November 2016 vornehmlich über die Regelung und Umsetzung des Paris Abkommens konferieren.
Das Abkommen wurde im letzten Jahr von allen 195 Mitgliedstaaten der UN-Klimarahmenkonvention vereinbart und trat am 4. November in Kraft.
Mit dem Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zu dem Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Es legt auch fest, dass die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden muss.

Bei der 19. Vertragsstaatenkonferenz in Warschau (COP19) im Jahr 2013 wurde beschlossen, dass jedes Land seine geplanten Treibhausgasminderungsbeiträge für ein neues, umfassendes Klimaabkommen spezifizieren soll, in die sogenannten „Intended Nationally Determined Contributions“ (Geplante nationale Treibhausgasminderungsziele - INDCs). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) stellte fünf Millionen Euro zur Verfügung, um Partnerländer bei der INDC-Entwicklung zu unterstützen. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des BMUB hat seit Frühjahr 2014 etwa 30 Staaten bei der Ausarbeitung assistiert.
Mit dem Inkrafttreten des Abkommens müssen die Unterzeichnerstaaten die angestrebten Beiträge nun tatsächlich leisten: Aus den INDCs werden NDCs. Neben Minderungszielen für klimaschädliche Emissionen formulieren viele (I)NDCs auch notwendige Anpassungsleistungen sowie Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen.

2015 richtete das BMUB im Rahmen der IKI das „NDC Support Cluster“ ein, um Entwicklungsländer schnell und umfassend bei der Umsetzung ihrer NDCs zu unterstützen. Das Cluster setzt sich zunächst aus fünf IKI-Projekten mit acht Partnerorganisationen mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von etwa 35,6 Millionen Euro zusammen, durch die insgesamt 27 Partnerländer unterstützt werden. Vier thematische Arbeitsbereiche gliedern die Beratungsleistungen: (i) Politische und institutionelle Landschaft, (ii) Sektoransätze, (iii) Finanzierung, (iv) Daten und Transparenz. Im Mittelpunkt stehen die enge Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch zwischen Projektpartnern und Organisationen, die über spezielle Expertise verfügen. Sie sollen mit den Partnerländern prioritäre Sektoren identifizieren und die Maßnahmen an die jeweiligen Bedarfe anpassen. Darüber hinaus müssen Systeme zum Nachverfolgen der Zielerreichung eingeführt und Möglichkeiten der Finanzierung von NDCs gefunden werden. Voneinander lernen und Erfahrungen zu teilen, beschleunigt den Prozess: „Front-Runner“ können den Neueinsteigern in bestimmten Arbeitsbereichen wichtige Hinweise geben. So lassen sich Wechselwirkungen erzielen und global wirksame Entwicklungen beschleunigen. Das NDC Support Cluster soll thematisch und geographisch sukzessive weiterentwickelt werden.

Das NDC Cluster wird auf internationaler Ebene mit der gemeinsam von BMUB und BMZ ins Leben gerufenen NDC-Partnerschaft ergänzt. Die neue Umsetzungs-Partnerschaft wird auf der COP22 in Marrakesch vorgestellt und offiziell gestartet.



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