05.12.2016

Weltkonferenz zu Biodiversität beginnt

CBD COP13 / Logo

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Noch bis zum 17. Dezember treffen sich die Vertragsstaaten vom Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) im mexikanischen Cancún. Die Weltbiodiversitätskonferenz hat bereits mit einem zweitägigen Ministersegment begonnen, an dem Bundesumweltministerin Barbara Hendricks teilgenommen hat.

Thema des Ministersegments war die Verankerung von Biodiversität in anderen Politikbereichen ("Mainstreaming"), vor allem im Bereich Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Aus diesem Grund hat Gastgeber Mexiko neben den Umweltministerinnen und Umweltministern auch erstmals einige für diese Bereiche verantwortliche Ministerinnen und Minister zur Biodiversitätskonferenz eingeladen.

Das Ministersegment verabschiedete die sogenannte Cancún-Erklärung. Die Erklärung soll eine Hilfestellung für Umweltministerien in aller Welt darstellen, um das tägliche Geschäft des Mainstreaming zu erleichtern. Ein weiteres Thema der Vertragsstaatenkonferenz wird die Überprüfung des Fortschritts bei der Umsetzung der Biodiversitätsziele für 2020 sein, die im Jahr 2010 in Nagoya beschlossen wurden ("Strategischer Plan").

Die CBD wurde geschaffen, um weltweit gemeinsam die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu schützen. Die drei Ziele der CBD sind: Die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung genetischer Ressourcen gewonnenen Vorteile (Access and Benefit Sharing, ABS). Das Übereinkommen trat im Dezember 1993 in Kraft und vertritt zurzeit 196 Mitgliedstaaten.

Zurzeit werden rund 100 biodiversitätsrelevante Projekte im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) durchgeführt.