29.01.2014

Bundesumweltministerium fördert Wald- und Klimaschutz auf den Philippinen

Mit bis zu 4 Millionen Euro wird das Bundesumweltministerium den Schutz des letzten verbleibenden Tropenwaldes in den Bergen der zu den Philippinen gehörenden Insel Panay unterstützen.

Das einmalige Ökosystem der Insel steht stark unter Druck: Illegaler Holzeinschlag und Brandrodungen gefährden den Wald mit seiner großen biologischen Vielfalt und den teils bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Im Rahmen des Vorhabens identifizieren die Projektpartner zentrale Lebensräume für bedrohte Arten, verbessern die Landnutzungsplanung, forsten ausgewählte Gebiete auf und führen nachhaltige Agroforstwirtschaft und andere Einkommensschaffende Maßnahmen in den Randzonen des Schutzgebietes ein.

Durch diese Maßnahmen können die biologische Vielfalt im Projektgebiet und der Wald als wichtiger Kohlenstoffspeicher erhalten werden. Ein intaktes Ökosystem hilft den Menschen vor Ort zudem, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen, der das Land zunehmend bedroht. Es liefert Nahrung, sauberes Trinkwasser und andere wichtige Rohstoffe für die zum Großteil indigene Bevölkerung.

Die Philippinen und Deutschland arbeiten seit vielen Jahren in den Bereichen Klimaschutz, Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie Erhaltung der biologischen Vielfalt eng zusammen. Das neue Projekt wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt. Es baut auf den Erfolgen eines anderen IKI-Projektes in dem Gebiet auf. Dessen erfolgreiche Ansätze sollen nun auf eine größere Fläche ausgeweitet und neue Schutzzonen ausgewiesen werden.

Das Bundesumweltministerium fördert über die IKI bisher neun weitere Projekte in direkter Kooperation mit den Philippinen mit einem Volumen von rund 35 Millionen Euro. Zudem sind die Philippinen auch an einigen grenzüberschreitenden Projekten in der Region beteiligt.