01.08.2014

IKI-Workshop zu nationalen Klimaschutzbeiträgen

Beschriebene bunte Karten

Gruppenarbeit beim IKI-Workshop in Bonn. Foto: Domenica Edriss

Fachlicher Austausch und Diskussion aktueller Themen der Klimapolitik ist ein wichtiges Element innerhalb der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Eine zentrale Plattform dafür ist die Workshop-Serie "Developing Knowledge on the Building Blocks of a Global Mitigation Architecture", zu der das Bundesumweltministerium (BMUB) zweimal jährlich einen Teil der IKI-Projekte einlädt. Beim letzten Workshop am 10. Juni stand die Erarbeitung sogenannter Intended Nationally Determined Contributions (INDCs) im Fokus. Bei INDCs handelt es sich um geplante Beiträge der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) für eine globale Klimaschutzarchitektur, beispielsweise durch nationale Zielsetzungen zur Treibhausgasminderung. Sie sollen möglichst bis zum Frühjahr 2015 ausgearbeitet und beim UNFCCC-Sekretariat eingereicht werden. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem umfassenden, neuen Klimaabkommen, das in Paris Ende 2015 beschlossen werden soll.

Bei dem Workshop trafen sich über 40 Experteninnen und Experten aus IKI-Projekten parallel zu den UN-Zwischenverhandlungen in Bonn. Sie diskutierten, aus welchen Elementen INDCs bestehen können, erörterten, welche Informationen zu ihrer Erarbeitung notwendig sind, und tauschten erste Erfahrungen aus der entsprechenden Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Partnerländern aus. Auf diese Weise konnten alle das gemeinsame Verständnis zu INDCs vertiefen. Zudem identifizierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mögliche Erfolgsfaktoren für die Erarbeitung von INDCs auf Grundlage bisheriger Anstrengungen im Bereich Niedrigemissionsstrategien (LCDS), national angemessene Klimaschutzmaßnahmen (NAMAs) sowie Monitoring, Berichterstattung und Überprüfung (MRV).

Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionspunkte: fileadmin/Dokumente/2014/2014-Summary-Building-Blocks-Workshop-VII.pdf

Der Zeitplan zur Benennung der INDCs ist ambitioniert. Deshalb unterstützt das BMUB viele Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Erarbeitung ihrer INDCs im Rahmen der IKI mit rund 3,5 Millionen Euro.