24.08.2011

Montrealer Protokoll: China setzt auf BMU-geförderte Technologie

Auch China setzt auf klimafreundliche Technologien zur Herstellung von Dämmplatten und Raumklimageräten. Chinas Technologiewahl beruht auf zwei vom BMU geförderten Demonstrationsvorhaben. 

Das von China im Rahmen des Montrealer Protokolls zum Schutz der Ozonschicht vorgelegte klimafreundliche Konzept zur Umsetzung der Verpflichtungen zum Ausstieg aus den teilfluorierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (HFCKW) wurde Ende Juli 2011 in Montreal von den Vertragsparteien gebilligt. HFCKW schädigen zum einen die Ozonschicht, haben aber gleichzeitig ein hohes Treibhauspotenzial. Sie werden unter anderem als Treibmittel für die Schaumherstellung sowie als Kältemittel in Klimaanlagen verwendet. 

Das in deutsch-chinesischer Zusammenarbeit erarbeitete Umstellungskonzept sieht hier einen weitgehenden Umstieg auf klimafreundliche Technologien vor. Diese waren zuvor in Demonstrationsvorhaben erprobt worden, die innerhalb der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom BMU mit insgesamt 6,55 Millionen Euro gefördert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt worden waren. Gleichzeitig hatte BMU die Erarbeitung von entsprechenden Technologiestandards finanziell unterstützt, die Eingang in die Sektorstrategien gefunden haben.

Die chinesische Entscheidung zugunsten klimafreundlicher Technologien ist wegweisend und zeigt, dass die Förderung von Demonstrationsvorhaben ein wirksames Instrument zugunsten des globalen Klimaschutzes ist. Beachtlich ist auch die Gründung eines eigenen Branchenverbandes.

Im Rahmen der bewilligten Umstellungsmaßnahmen sollen 80 Prozent der rund 500 betroffenen Schaumhersteller auf CO2-Technologie umgestellt werden, 50 davon bis 2015. In dieser ersten Phase bis 2015 werden die damit verbundenen Klimawirkungen mit circa 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich beziffert. Darüber hinaus werden 18 Produktionslinien für Raumklimageräte auf das klimafreundliche Kältemittel Propan umgestellt. Eine Produktionslinie für 180.000 Geräte pro Jahr vermeidet circa 500.000 Tonnen CO2-Äquivalente über den Gebrauchszeitraum der Geräte.


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