27.04.2009

Treffen zur Vorbereitung der 5. WHO-Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsminister 2010 in Parma

Umwelt-, Natur- und Klimaschutz tragen entscheidend zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung bei. Um das Bewusstsein für diesen engen Zusammenhang zu schärfen, lädt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1989 die europäischen Umwelt- und Gesundheitsministerinnen und -minister zu Fachkonferenzen ein.

Die 5. WHO-Konferenz findet 2010 in Parma (Italien) statt. Zur Vorbereitung dieser Konferenz treffen sich vom 27. bis zum 29. April 2009 rund 300 Fachleute in Bonn. Im Vordergrund stehen die Themen der gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels, die Weiterentwicklung des Aktionsplans zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der europäischen WHO-Region sowie Geschlechtergerechtigkeit und soziale Ungleichheit bei umweltbedingten Gesundheitsrisiken.

Zum Auftakt des Vorbereitungstreffens sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit Marion Caspers-Merk: "Deutschland wird sich aktiv in den WHO-Prozess zu Umwelt und Gesundheit einbringen, denn intakte und gesunde Lebenswelten benötigen einen umfassenden umweltbezogenen Gesundheitsschutz."

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller betonte: "Nur gemeinsam können wir den Schutz der Menschen vor umweltbedingten Gesundheitsbelastungen sicherstellen und effektive Risikominderungsstrategien entwickeln."

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative fördert die Bundesregierung in 2009 und 2010 sieben Projekte zur gesundheitlichen Anpassung an den Klimawandel in Südosteuropa und Zentralasien, die von der WHO durchgeführt werden. Dabei werden beispielsweise Frühwarnsysteme für Extremwetterereignisse und den Ausbruch von Infektionskrankheiten installiert. Zur Umsetzung der Aktivitäten der WHO im nationalen Bereich besteht in Deutschland seit 10 Jahren das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG), in dem neben dem Gesundheits- und Umweltministerium auch das Landwirtschaftsministerium in aktuellen Fragen zu gesundheitlichen Folgen von Umwelteinwirkungen auf den Menschen zusammenarbeiten.

Das Vorbereitungstreffen wird vom WHO-Regionalbüro Europa durchgeführt. Bundesumweltministerium und Bundesgesundheitsministerium sind gemeinsam Gastgeber der Konferenz. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter aus 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa, Nichtregierungsorganisationen, der Europäischen Kommission sowie Jugendvertreter.