02.12.2014

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz biologischer Vielfalt

Zwei Personen in einem Boot auf dem Fluss

Mono Delta; Foto: GIZ

In Anwesenheit hochrangiger Gäste aus Benin, Togo und der Bundesrepublik Deutschland eröffneten die Umweltminister der beiden beteiligten afrikanischen Länder Ende Oktober das Projekt "Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat Mono-Delta". Das Vorhaben ist ein über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördertes Projekt zum Erhalt der Biologischen Vielfalt, welches vor Ort von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt wird.

Das Mündungsdelta des Mono Flusses, an der südlichen Grenze zwischen Benin und Togo, ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten, die zum Teil stark bedroht sind. Sumpfantilopen, Seekühe, Flusspferde, Büffel und eine nur dort vorkommende Affenart, die Rotbauchmeerkatzen, sind dort zu hause. Die biologische Vielfalt im Mono-Delta ist jedoch bedroht. Hintergründe dafür ist die die anwachsende Bevölkerung und der damit steigende Nutzungsdruck auf die natürlichen Ressourcen.

Ziel des GIZ Projekts ist es, eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in der Region und somit den Schutz der biologischen Vielfalt zu gewährleisten. Im engen Austausch mit der Bevölkerung werden hierzu ökologisch wertvolle Gebiete des Mono-Deltas zunächst identifiziert und im Anschluss daran Optionen und Methoden erarbeitet, wie diese Gebiete sinnvoll geschützt werden können. Zur Sicherstellung eines langfristigen Schutzes werden lokale Akteure in ressourcenschonenden Methoden ausgebildet. Dazu sollen Managementstrukturen geschaffen werden, die eine nachhaltige Nutzung garantieren.

Um die lokalen Aktivitäten rechtlich abzusichern, berät das Projektteam zudem staatliche Akteure auf regionaler und nationaler Ebene dazu, wie sie durch den Erhalt von Biodiversität und Ökosystemleistungen die Wirtschaftsentwicklung fördern und entsprechende Aktivitäten beispielsweise in Entwicklungspläne integrieren können. Mit der Realisierung dieses Vorhabens wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Staaten Togo und Benin stark gefördert. Gemeinsame Projekte zwischen mehreren Ländern sind in Westafrika bislang eine Rarität - der grenzüberschreitende Charakter dieser Maßnahmen ist daher beispielhaft. Die deutsche Bundesregierung bestätigt mit dem Vorhaben ihre Rolle als wichtigste Geberin für Umwelt- und Klimaschutz in Togo und Benin und ergänzt bereits eingeführte Entwicklungsstrategien zum Waldschutz und zur Anpassung an den weltweiten Klimawandel.