21.02.2018

Synergien für Klima und Biodiversität in Brasilien

Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen IKI-Vorhaben; Foto: GIZ/ Victoria Hoff

Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen IKI-Vorhaben; Foto: GIZ/ Victoria Hoff

Im Dezember 2017 trafen sich erstmals Vertreter von 24 Projekten der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) in Brasilien zu einem Vernetzungsworkshop. Durchführungsorganisationen, ihre politischen Partner, Repräsentanten des Bundesumweltministeriums (BMUB) und der Deutschen Botschaft identifizierten dabei Synergien zwischen den IKI-Vorhaben hinsichtlich ihrer Unterstützung bei der Umsetzung der brasilianischen Klima- und Biodiversitätspolitik.

Mit insgesamt 31 laufenden und abgeschlossenen bilateralen Projekten und einer Förderung von insgesamt 135 Millionen Euro ist Brasilien aktuell der größte bilaterale Partner im Rahmen der IKI. Die bisherige Kooperation fokussierte sich dabei auf klimawirksame Vorhaben zum Schutz der Wälder und der Biodiversität (zusammen mehr als 87 Mio. Euro an bilateralen Projekten). Weitere Projekte zielen auf Emissionsminderung durch Erneuerbare Energien, nachhaltige Stadtentwicklung, Abfallwirtschaft und alternative Kraftstoffe ab. Dabei werden insbesondere bei der Beratung zur Umsetzung der brasilianischen Klimapolitik, im REDD+-Bereich und im Minderungsportfolio signifikante Beiträge zur Umsetzung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge (NDCs) geleistet.

Teilnehmende des Workshops im Gespräch; Foto: GIZ/Victoria Hoff

Auf Initiative des BMUBs koordinieren in ausgewählten Partnerländern sogenannte IKI-Schnittstellenprojekte den Informationsaustausch aller IKI-Projekte vor Ort. In Brasilien erfüllt das Programm „Klimapolitik (PoMuC)“ seit Ende 2016 diese Funktion. Es hilft dabei insgesamt 29 bilaterale, regionale und globale Projekte zu vernetzen, die von 11 verschiedenen Durchführungsorganisationen gemeinsam mit insgesamt sieben politischen brasilianischen Partnern umgesetzt werden.

Das erste Vernetzungstreffen fand im Rahmen der brasilianisch-deutschen Regierungsverhandlungen im Dezember 2017 statt und wurde vom Programm „PoMuC“ organisiert. Bei einem offenen Erfahrungsaustausch wurden Synergien hinsichtlich der Umsetzung der Projektziele identifiziert. Highlight des halbtägigen Workshops war eine Projektposter-Ausstellung, bei der die Teilnehmenden Informationen über die Vorhaben erhielten, Kontakte knüpften und Interessen an Zusammenarbeit konkretisierten.

Posterausstellung während des IKI-Vernetzungsworkshops; Foto: GIZ/ Victoria Hoff