16.10.2017

Weltweit größte Veranstaltung zu ökosystembasierten Anpassungskonzepten

Foto: © Arno Sckeyde, GIZ.

Foto: © Arno Sckeyde, GIZ.

Vom 21. bis 24. August 2017 fand in Bangkok (Thailand) unter dem Titel Adaptation to climate change by the use of natural resources - ecosystem based adaptation (Anpassung an den Klimawandel durch Nutzung von natürlichen Ressourcen - ökosystembasierte Anpassung) die weltweit größte EbA-Expertenkonferenz statt. Dabei kamen 87 Praktiker aus 22 Ländern zum zweiten internationalen Community of Practice (CoP)-Workshop zu ökosystembasierten Anpassungskonzepten (EbA) zusammen und diskutierten darüber, wie sich die Strategien für eine ökosystembasierte Anpassung stärken und die Planung und Umsetzung dieser Strategien verbessern lassen.

Der Workshop bot die Gelegenheit, die jüngsten Entwicklungen und Erfolgsgeschichten in Bezug auf EbA-Konzepte Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Dabei standen vier Themen im Mittelpunkt: Ansatzpunkte für die Verbreitung und Verankerung von EbA-Konzepten, Finanzierungsmöglichkeiten, Nachweis des Nutzens von EbA-Maßnahmen sowie Monitoring & Evaluierung. Die Veranstaltung wurde von dem internationalen Projekt Mainstreaming EbA – Stärkung ökosystembasierter Anpassung in Planungs- und Entscheidungsprozessen ausgerichtet. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt wird. Im Zusammenhang mit dem Thema ökosystembasierte Anpassung wird das Projekt zusammen mit seinen Partnern ein Guidance on Climate Risk Assessment präsentieren, das demnächst veröffentlicht wird, um Feedback und weitere Beiträge von den anderen CoP-Mitgliedern einzuholen.

An den viertägigen Workshop in der thailändischen Hauptstadt schlossen sich zwei parallel laufende dreitägige Fortbildungsveranstaltungen in Hua Hin (Thailand) an: Während es in einer Veranstaltung um die Verankerung der ökosystembasierten Anpassung in der Entwicklungsplanung ging (Mainstreaming EbA into development planning), befasste sich die andere Veranstaltung mit der Bewertung von Vorteilen, Kosten und Auswirkungen von ökosystembasierten Anpassungsmaßnahmen (Valuating the benefits, costs & impacts of ecosystem-based adaptation measures).
Zu jeder Veranstaltung gehörte eine Exkursion in den Sirindhorn International Environmental Park in Phetchaburi, der im Jahr 2000 als Rehabilitationsgebiet für Mangroven-Wälder und als Pilotstandort für zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen eingerichtet wurde. Diese Initiativen umfassen Projekte zur Förderung von umweltfreundlichen Energielösungen sowie zu Wasserbewirtschaftungsprozessen. Am zweiten und dritten Fortbildungstag fanden Sitzungen zu verschiedenen Themen statt, die für die jeweilige Fortbildung relevant waren. Das Hauptziel der ersten Veranstaltung bestand darin, die Kapazitäten der Entwicklungspartner zu stärken und ihnen zu vermitteln, wie sich das Potenzial, das ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen im Hinblick auf den Klimawandel bieten, optimal nutzen lässt. Um dies zu erreichen, wurden die neuesten Entwicklungen in der internationalen politischen Diskussion über ökosystembasierte Anpassungskonzepte, Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen sowie deren Nutzen für den Menschen vorgestellt. In der zweiten Veranstaltung ging es um die Frage, warum, wie und in welchen Kontexten EbA-Bewertungen zur Verbesserung der Planung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen genutzt werden können. Dabei wurde ein Bewusstsein für die Grundproblematik geschaffen und entsprechendes Wissen vermittelt.

Lernerfahrungen und andere Erkenntnisse, die bei der Umsetzung gewonnen wurden, werden über die Online-Plattformen www.AdaptationCommunity.net und www.panorama.solutions sowie den EbA CoP-YouTube-Kanal einem größeren Nutzerkreis zur Verfügung gestellt.