10.12.2014

Emissions Gap Report 2014

Um die weltweite Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen und die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, muss zwischen 2055 und 2070 weltweit Kohlenstoffneutralität erreicht werden. Das heißt, dass spätestens ab diesem Zeitraum netto keine weiteren Kohlenstoffdioxid (CO2)-Emissionen in die Atmosphäre gelangen dürfen. Insgesamt kann die Weltgemeinschaft also nur noch zirka 1000 Gigatonnen CO2 produzieren, damit die Klimaveränderungen in beherrschbarem Umfang bleiben. Zum Vergleich: Seit dem späten 19. Jahrhundert hat die Menschheit bereits fast das Doppelte an CO2-Emissionen verursacht (1900 Gigatonnen) und dadurch schon rund Zweidrittel der maximal zulässigen Menge in die Atmosphäre abgegeben. Dies sind wesentliche Aussagen aus dem fünften Emissions Gap Report, den das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) unterstützt durch Mittel der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) nun herausgebracht hat.

Der Bericht untersucht, ob die unterschiedlichen Zusagen der Länder zum Klimaschutz insgesamt ausreichen, um das vereinbarte 2-Grad-Ziel zu erreichen. Er wird von 38 führenden Wissenschaftlern und 22 Forschungsgruppen in 14 Ländern erstellt. Damit zeigte er kurz vor den Klimaverhandlungen in Peru deutlich auf, welche Herausforderungen aber auch welche Chancen bestehen, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

Pressemitteilung UNEP und Verweis auf den Bericht (englisch, extern)


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