23.06.2015

Ökosystembasierte Anpassung (EbA) in Vietnam

Dr. Tran Hong Ha bei der Unterzeichnung mit anderen Personen im Hintergrund

Dr. Tran Hong Ha (rechts), Vize-Minister, Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) bei der Unterzeichnung des Durchführungsabkommens. Foto: GIZ Vietnam

Vietnam gehört laut Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) zu den Ländern, die weltweit am meisten von den Folgen des Klimawandels bedroht sind. Jedes Jahr mehren sich ökologische und wirtschaftliche Verluste, die durch extreme Wetterverhältnisse entstehen.

Die vietnamesische Regierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, Aktivitäten zur Treibhausgasminderung und zur Anpassung an den Klimawandel zu fördern. Dazu entwickelte Vietnam seine Nationale Klimaschutzstrategie und einen dazugehörigen Aktionsplan.

Nun soll auch der Ansatz der Ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem based Adaptation; EbA) in die Klimastrategien Vietnams integriert werden.

Das Projekt "Strategic Mainstreaming of Ecosystem-based adaptation in Vietnam" wird von der Internationalen Klimaschutz Initiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert. Es startete Ende Mai 2015 mit einer offiziellen Veranstaltung zur Unterzeichnung des Durchführungsabkommens zwischen dem vietnamesischen Ministerium für Naturressourcen und Umwelt (Ministry of Natural Resources and Environment; MoNRE) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Die GIZ wird das Projekt zusammen mit dem Institut für Strategie und Politik von Naturressourcen und Umwelt (Institute of Strategy and Policy on Natural Resources and Environment; ISPONRE) bis März 2018 umsetzen.
Das Vorhaben zielt darauf ab, den neuen Ansatz in die Landnutzungs- und Entwicklungsplanung zu integrieren und in die nationale Anpassungsstrategie einzubinden. In den Pilotprovinzen Ha Tinh und Quang Binh werden Vulnerabiltätsanalysen erstellt, um die Risiken, die vom Klimawandel ausgehen zu untersuchen und abzuschätzen inwiefern die Menschen darauf vorbereitet sind. Darauf aufbauend plant das Projekt gemeinsam mit der Bevölkerung und lokalen Institutionen Maßnahmen und setzt diese um.

Der EbA-Ansatz unterstützt die Nutzung der Leistungen intakter Ökosysteme, um die Anpassungsfähigkeit der Menschen an die Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen.
Stabile Ökosysteme erfüllen grundlegende Dienstleistungen für die Menschen: Sie erhalten beispielsweise die Bodenfruchtbarkeit und die biologische Vielfalt, stellen sauberes Wasser zur Verfügung und schützen vor Hochwasser oder Erosion.
Die IKI fördert weltweit 22 Projekte, die den EbA-Ansatz anwenden, mit ca. 80 Millionen Euro.


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