30.11.2016

Prinz Harry informiert sich über IKI-Projekt auf Grenada

Eine Frau überreicht Prinz Harry ein Honigglas

Prinz Harry erhält Mangrovenhonig von einer GIZ-Mitarbeiterin; Foto: Dieter Rothenberger / GIZ

Prinz Harry befindet sich zurzeit im Auftrag Ihrer Majestät der Königin von England zu einem Staatsbesuch in der Karibik. Am 28. November informierte er sich über verschiedene Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen auf der Insel Grenada. Dabei kam Prinz Harry mit Vertretern des Projekts „Integrated Climate Change Adaptation Strategies“ (ICCAS) zusammen und sprach mit ihnen über die große Bedeutung der Mangrovenwälder für den Schutz und für die Ökosysteme der Inselstaaten.

ICAAS wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesumweltministerium (BMUB) gefördert und stärkt die Angehörigen von lokalen Gemeinschaften, im Rahmen eines Co-Managementkonzepts Verantwortung für die Erhaltung der Mangrovenwälder zu übernehmen.

Mit seinen Pilotmaßnahmen im Bereich der Wiederherstellung und des Co-Managements von Mangrovengebieten durch lokale Gemeinschaften (Restoration and Community Co-Management of Mangroves – RECCOMM) strebt das Projekt eine Verbesserung des Zustands der Mangrovenwälder und der Ökosysteme an, um die Resilienz gegenüber den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Mangroven sind ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems von Grenada. Ohne diese Wälder würden die Küsten und Strände der Insel vom Meer abgetragen werden. Die lokalen Gemeinschaften nutzen und verkaufen die Mangrovenbäume für die Herstellung von Holzkohle, die als Brennmaterial für Kochstellen verwendet wird.

Kleine Mangrovenpflanze am Strand

Das Projekt fördert die biologische und sozioökonomische Forschung sowie die Erhebung wissenschaftlicher Daten im Projektgebiet. Diese stammen beispielsweise aus Strandprofilen, Bodenproben, Befragungen von Gemeinschaften sowie Monitorings, mit denen die Entwicklung von Mangrovensetzlingen beobachtet und deren Wachstumsraten ermittelt werden. Im letzten Jahr haben Angehörige der lokalen Gemeinschaften im Nordosten der Insel über 1900 Mangrovensetzlinge in einem Mangrovenschutzgebiet gepflanzt.

Darüber hinaus werden Arbeitsplätze im Ökotourismus geschaffen. Zu diesem Zweck beabsichtigt die Regierung, berufsbildende Maßnahmen durchzuführen. Diese zielen auf die Bereiche nachhaltiges Holzkohlemanagement, das Anlegen von Umweltpfaden sowie die Vermittlung von Wissen über Kultur, Flora und Fauna des Gebiets. Ferner sollen am Rand der Mangrovenwälder ein Pfad und eine Beobachtungsplattform für ornithologisch Interessierte entstehen. Gleichzeitig dienen der Pfad und die Plattform als Informationszentrum für Besucher.

Im April 2016 schließlich wurde ein Programm zur Förderung der Imkerei auf den Weg gebracht. Bereits im Oktober 2016 hat ein neu gegründeter Imkerverein seinen ersten Honig produziert. Auch Prinz Harry erhielt von Mitgliedern der lokalen Gemeinschaften eine Flasche mit Original-Mangrovenhonig.