09.05.2011

Südafrikas Supermärkte kühlen klimafreundlich

Ständer und Kühlregal in einem Supermark

Quelle: GIZ

In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern kommen nach wie vor ozonschädigende, fluorierte Kältemittel wie FCKW und HFCKW zum Einsatz, obwohl es weniger klimaschädliche Alternativen gibt. In Südafrika zeigt die größte nationale Supermarktkette Pick'n Pay mit Hilfe eines Projekts der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), das es auch anders geht.

Das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführte Projekt unterstützt Pick'n Pay dabei, ineffiziente Klima- und Kühlanlagen auf Basis fluorierter, ozonschädlicher Kältemittel durch moderne, energiesparende Anlagen mit natürlichen Kältemitteln wie Kohlenwasserstoff, Ammoniak oder Kohlenstoffdioxid zu ersetzen. Zwei Supermarktfilialen in Kapstadt und Gauteng wurden bereits auf umweltfreundliche und energiesparende Kältemittel-Technologie umgestellt. Der Erfolg ist deutlich messbar: Einer der Demonstrations-Supermärkte verbraucht 17 und der andere 24 Prozent weniger Energie als herkömmliche Supermärkte. Außerdem sinken der Kältemittelverbrauch und damit die Treibhausgas (THG)-Emissionen erheblich - ein einem Markt um rund 372 und in dem anderen um 465 Tonnen CO2-Equivalent jährlich. 

Weniger Energie bedeutet auch weniger Kosten; davon profitiert der Betreiber Pick'n Pay. Deshalb hat die Supermarktkette die Firmen- und Umweltpolitik so angepasst, dass alle neuen Supermärkte auf natürliche Kältemittel umgestellt werden. Auch andere Supermarktketten in der Region sind auf die Erfolge aufmerksam geworden und fangen an, diese innovative Technologie anzuwenden. So demonstriert das Projekt, dass die Umstellung auf natürliche Kältemittel und moderne, energiesparende Technologie machbar ist und sich wirtschaftlich rechnet.