25.04.2018

Erster IKI Vernetzungsworkshop in Südafrika

Sketchnote des südafrikanischen IKI-Workshops; Foto: Christian Borchard/IKI

Sketchnote des südafrikanischen IKI-Workshops; Foto: Christian Borchard/IKI

In Pretoria fand am 18. und 19. April zum ersten Mal ein Vernetzungsworkshop für Vorhaben in Südafrika statt, die im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) durch das Bundesumweltministerium (BMU) gefördert werden. An dem Workshop nahmen mehr als 60 Personen aus 14 Projekten teil, deren Aktivitäten entweder ausschließlich in Südafrika stattfinden oder in denen das Land im Rahmen eines regionalen Afrika- oder eines Globalvorhabens eingebunden ist.

Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Umweltministerien Südafrikas (DEA/Department of Environmental Affairs), Deutschlands (BMU) und der Deutschen Botschaft Pretoria hoben in ihren Grußworten die Herausforderungen Südafrikas bei der Bewältigung des Klimawandels und beim Schutz der Biodiversität sowie die guten Beziehungen beider Länder hervor. Angesichts der bereits sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels in Südafrika und einem weiterhin hohen Anteil an Kohle bei der Stromerzeugung im Land wurden die Aktivitäten der IKI Projekte, die zu Minderung, Anpassung, Waldschutz und zum Erhalt der Biodiversität arbeiten als wichtige Beiträge besonders gewürdigt.

Gruppenbild des ersten IKI Vernetzungsworkshops; Foto: GIZ

Das IKI Projektportfolio in Südafrika wurde vom Climate Support Programm (CSP) der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH vorgestellt. CSP nimmt eine Schnittstellenfunktion im Land ein, arbeitet eng mit dem südafrikanischen Partnerministerium DEA zusammen und hatte den Workshop vorbereitet. Mitarbeitende des IKI-Programmbüros stellten zudem die Abläufe des IKI-Förderaufrufs, die Auswahlkriterien, die Wirkungslogik von Outputs, Outcome und Impact und die Erfordernisse an die Berichterstattung vor.

Im Rahmen einer Ausstellung stellten 22 IKI Vorhaben ihre Aktivitäten in Südafrika vor. Die Ausstellung wurde durch die traditionellen, jährlichen afrikanischen Märkte Souk Ukaz inspiriert, bei denen neben dem Warenhandel auch stets ein intellektueller Austausch stattfand. In einer Übung konnten die Teilnehmer die erforderlichen Akteure und Themen praktisch „vernetzen“, so dass mit den Verbindungen aus Fäden ein komplexes und einprägsames „3D-IKI-Netzwerk“ entstand.

Dreidimensionale IKI-Vernetzung für Südafrika. Foto: Christian Borchard/IKI

Einen Erfahrungsaustausch zwischen Projekten zur Sondierung möglicher Synergien ist laut IKI Wissensmanagement für IKI-Vorhaben projektbegleitend vorgesehen, was sich in zahlreichen Einzel- und Round-Table-Gesprächen sowie lebhaften Diskussionen zwischen den Durchführungsorganisationen und mit den Ministerien beider Länder widerspiegelte.

Aus den Diskussionen ging hervor, dass es in Südafrika neben der Umsetzung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge (NDC) zum Pariser Klimaschutzabkommen und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) landesspezifische Themen wie Arbeitsplatzbeschaffung, Ausbildung, Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft sowie kommunale Förderprogramme mitberücksichtigt und zum Teil in die IKI-Projektaktivitäten integriert werden müssen.