01.07.2016

Kolumbien: Einbindung der Zivilgesellschaft bei Waldschutz

Mann schaut auf Karte

Kartenstudium in einem Nationalpark in Kolumbien; Foto: Tangmar Marmon/GIZ

Die Amazonas-Region in Südamerika ist durch den tropischen Regenwald geprägt, in dem eine faszinierende Artenvielfalt besteht. Dieser einmalige Lebensraum ist jedoch bedroht, beispielsweise durch illegalen Holzeinschlag und Bergbau, Ausweitung der Landwirtschaft und Ausbau von Infrastruktur.
In Kolumbien arbeiten bereits viele Projekte daran, Wälder im Rahmen des internationalen REDD+ Mechanismus (Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung) zu erhalten und wiederaufzuforsten. Um diese verschiedenen Aktivitäten besser koordinieren zu können, erstellt das Projekt „Dialog- und Informationsplattform für den kolumbianischen Amazonas“ eine Informationsplattform. Das Vorhaben wird von dem Beratungsunternehmen Climate Focus in Kolumbien durchgeführt und durch das Bundesumweltministerium über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) mit rund 760.000 Euro gefördert.

Zur Einrichtung dieser Plattform sind im Wesentlichen drei Aktivitäten vorgesehen: Zunächst soll ein Informationssystem entwickelt und eingerichtet werden, das relevante Informationen zu politischen Initiativen, Projekten und Entwicklungsprogrammen von Regierungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen im kolumbianischen Amazonasgebiet liefert. Daneben sollen sich die verschiedenen Akteure bei gemeinsamen Treffen über ihre Maßnahmen austauschen, um so die Koordination und Zusammenarbeit untereinander zu stärken. Als dritte Maßnahme soll dadurch die Umsetzung von REDD+ Initiativen unterstützt werden, um Treibhausgas-Emissionen zu vermindern.
Mit der Förderung einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen leistet das Projekt außerdem einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität der Amazonas-Region.


Weitere Informationen