22.05.2015

Nachhaltige Entwicklung braucht biologische Vielfalt

Der internationale Biodiversitätstag spiegelt die essentielle Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Erreichung nachhaltiger Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals; SDG) wider. Die SDG sollen im September, als Teil der Post 2015-Agenda der Vereinten Nationen, für die Zeit von 2015 bis 2030 verabschiedet werden. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) fördert zahlreiche Projekte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und unterstützt nachhaltige Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Viele dieser Projekte begehen den 22. Mai mit innovativen Aufklärungs- und Sensibilisierungsaktionen.

Mann lehnt mit Arm an Baumstamm, darunter Logo Biodiversitätstag

Umweltbildungsmaßnahmen und nachhaltige Einkommensquellen verdeutlichen den Menschen vor Ort den Wert der Biodiversität und motivieren ihn zu schützen. Foto: OroVerde/ Elke Mannigel

Biologische Vielfalt ist von unschätzbarem Wert, sie umfasst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Sie ist vitaler Baustein für globale und lokale Ökonomien, beispielsweise bei der Nahrungsmittel- und Pharmaproduktherstellung. Biologische Vielfalt und Ökosystemfunktionen tragen durch die Bereitstellung von Nährstoffen, sauberem Wasser und sauberer Luft, sowie der Regulierung von Schädlingen und vektorübertragenen Krankheiten entscheidend zur menschlichen Gesundheit bei. Biologische Vielfalt ist ein wichtiger Eckpfeiler für die Existenzgrundlage vieler Menschen. Durch die pflanzliche Bindung von CO2 spielt sie außerdem eine grundlegende Rolle bei der Reduktion von Treibhausgasen und ist somit ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz. Diese wenigen Beispiele zeigen, dass biologische Vielfalt unverzichtbar für eine nachhaltige Entwicklung und das menschliche Wohlergehen ist.

Die IKI unterstützt Aktionen, um die Bedeutung einer intakten biologischen Vielfalt bewusster zu machen. Dabei spielt der 22. Mai eine wichtige Rolle, denn er gilt seit dem Jahr 2000 als der "Internationale Tag der biologische Vielfalt", kurz "B-Day" und steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. An diesem Tag würdigen zahlreiche IKI Projekte den B-Day durch gezielte Kommunikations-, Bildungs- und Sensibilisierungsaktionen. Beispielsweise werden Online-Diskussionsforen und Fachdiskussionen in Indonesien durchgeführt. In Grenada, St. Lucia und Dominica werden nationale Sensibilisierungskampagnen mit Musikvideos, spielerischen Umweltaktionen, Diskussionen über Radio oder Soziale Medien veranstaltet. In Benin und Togo überträgt das Fernsehen eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zur Etablierung eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservats. Auf den Philippinen fordert ein Wettbewerb junge Menschen auf, Engagement und Einsatz zum Biodiversitätserhalt fotografisch festzuhalten und in Indien werden Naturwanderungen, Filmvorführungen und eine Paneldiskussion zum Thema "Business and Biodiversity" organisiert.

Das BMUB fördert über die IKI bislang mit rund 590 Mio. Euro 144 biodiversitätsrelevante Projekte, die die Partnerländer bei der Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) unterstützen.