08.07.2016

Prävention, Kontrolle und Monitoring von Bränden

Feuerwehrmann bekämpft Brand

Feuerschneisen für den Klima- und Biodiversitätsschutz. Foto: Vanessa Oliveira/GIZ Brasilien

Das IKI-Projekt „Prävention, Kontrolle und Monitoring von Bränden im Cerrado“ hat eine Website auf Portugiesisch erstellt. Auf der Internetseite cerradojalapao.mma.gov.br werden Ansätze, Werkzeuge, Arbeitsergebnisse und Lernerfahrungen verbreitet, die bei der Einführung des integrierten Feuermanagements in Brasilien gemacht wurden.

Der Cerrado in Zentral-Brasilien gilt als artenreichste Savannenlandschaft der Welt. Er beherbergt bis zu 12.000 heimische Pflanzen- und Tierarten, ist Quellregion der drei größten Flussgebiete Südamerikas und hat eine hohe sozio-ökonomische Bedeutung für die indigenen und traditionellen Bevölkerungsgruppen. Mit einer Fläche von mehr als zwei Millionen km² ist er fast sechsmal so groß wie Deutschland.
2013 stand bereits die Hälfte seiner Fläche unter menschlicher Nutzung, und die jährlichen Entwaldungsraten waren höher als die des Amazonas. Im Jahr davor entstanden rund 60% der landnutzungsbedingten CO2-Emissionen Brasiliens im Cerrado.

Das IKI-Vorhaben trägt mit einem verbesserten Feuermanagement sowie der Entwicklung neuer Feuer- und Entwaldungsmonitoringsysteme dazu bei, den Cerrado als globalen Kohlenstoffspeicher zu erhalten und die Biodiversität zu schützen.

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen seiner IKI mit bis zu 12 Millionen Euro gefördert. Es wird als Kooperationsvorhaben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der KfW Entwicklungsbank unter Koordination des brasilianischen Umweltministeriums (MMA) durchgeführt.

Die Website, die auf dem Server des brasilianischen Umweltministeriums liegt, wird auch über die Projektlaufzeit hinaus als Informationsportal zum Feuermanagement in Brasilien und als Datenbank der Projektergebnisse zur Verfügung stehen.