13.10.2011

Regionaler Experten-Workshop zu Co-Benefits in REDD+

Vom 27. bis 29. September 2011 fand ein Workshop der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zum Thema "Maximizing the Co-benefits of REDD+ Actions" auf den Philippinen statt. Er wurde gemeinsam mit dem philippinischen Umweltministerium organisiert und durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt. In dem Workshop kamen Expertinnen und Experten aus IKI-Projekten in neun südostasiatischen Ländern sowie den Pazifischen Inseln zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, aus Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft. Unter den Sprechern des Workshops waren auch hochrangige Repräsentanten der philippinischen Regierung, insbesondere Ministerin Mary Ann Lucille L. Sering, Vorsitzende der Philippinischen Klimawandel-Kommission, sowie die Direktorin des Büros für Waldmanagement im nationalen Umweltministerium, Neria Andin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich dazu aus, wie IKI-Projekte zu nationalen Strategien zur Emissionsminderung aus Entwaldung und der Zerstörung von Wäldern (REDD+) beitragen und wie hier sogenannte "Co-Benefits" erhöht und "Safeguards" integriert werden. 

Co-Benefits sind positive ökologische und sozio-ökonomische Nebeneffekte von REDD+-Maßnahmen, wie Schutz vor Bodenerosion, Sicherung der Wasserversorgung oder Verbesserung der lokalen Wirtschaftsentwicklung. "Safeguards" stellen dagegen sicher, dass REDD+ keine negativen Auswirkungen hat, zum Beispiel auf die Einkommensquellen der lokalen Bevölkerung oder auf die biologische Vielfalt.

Während der Taifun "Nesat" vor den Fenstern des Konferenzraumes wütete, hob Ministerin Sering in ihrer Rede hervor, wie verwundbar die Philippinen für die Folgen des Klimawandels sind und betonte die Notwendigkeit, sich für Klimaschutz und Anpassung zu engagieren. Am Ende des zweitätigen Workshops verabschiedeten die Anwesenden als ein wesentliches Ergebnis Kernbotschaften zum Umgang mit Co-Benefits und Safeguards, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) umgehend in ein zeitgleich stattfindendes Treffen der REDD+ Partnerschaft in Panama einspeiste. Die REDD+ Partnerschaft ist eine globale Plattform zur Koordination und Umsetzung von REDD+ in Entwicklungsländern. Ihre derzeitigen Co-Chairs sind Deutschland und Guyana. Zudem konnten sich die IKI-Projekte während des Workshops untereinander vernetzen, Erfahrungen austauschen und so den Süd-Süd-Austausch befördern. 

Download Kernbotschaften (PDF, 254 KB, englisch)