12.06.2017

Regionalkonferenz Bonn Challenge in Honduras

Das Logo der Europäischen Klimaschutzinitiative; BMUB

Wald in Peru. Foto: Michael Hüttner

Am 12. und 13. Juni findet in Honduras die dritte Regionalkonferenz der Bonn Challenge in Zentralamerika statt. Minister und andere hochrangige Vertreter aus Mittel- und Südamerika sowie von internationalen Organisationen kommen für zwei Tage zusammen, um ihre Zusammenarbeit beim Wiederaufbau von Wäldern zu stärken.

Die 2011 ins Leben gerufene Bonn Challenge ist die wichtigste internationale Initiative für den Wiederaufbau von Wäldern. Die in der Initiative engagierten Länder haben sich das Ziel gesetzt, bis 2020 150 Mio. Hektar  und bis 2030 350 Mio. Hektar an entwaldeten und zerstörten Waldflächen wiederherzustellen. Durch diese Selbstverpflichtung zum Wiederaufbau von Wäldern schaffen die an der Bonn Challenge beteiligten Länder neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt seine Partnerländer im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) bei der Umsetzung ihrer Pläne.

Bis jetzt hat die Bonn Challenge zu 44 Selbstverpflichtungen verschiedener nationaler und subnationaler Regierungen, Nichtregierungsorganisationen sowie des Privatsektors geführt. Diese sehen vor, mehr als 150,03 Mio. Hektar an degradierten Flächen wiederherzustellen. Die 18 Selbstverpflichtungen für Lateinamerika beziehen sich insgesamt auf eine Fläche von 35,64 Mio. Hektar. Zu den Staaten aus Lateinamerika, die sich an der Bonn Challenge beteiligen, zählen Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Panama und Peru.

Die diesjährige Regionalkonferenz in Honduras hat drei Ziele: Sie soll den Aufbau von technischen und politischen Kapazitäten für den Wiederaufbau von Wäldern unterstützen, den Erfahrungsaustausch in Lateinamerika über bewährte Praktiken der Waldbewirtschaftung und die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen vom Wiederaufbau von Wäldern stärken und die Kooperation zwischen den Ländern der Region fördern.

Die Bonn Challenge wurde durch die deutsche Bundesregierung und die Weltnaturschutzunion (IUCN, International Union for Conservation of Nature) ins Leben gerufen, unterstützt von der Regierung des Königreichs Norwegen. Die Regionalkonferenz der Bonn Challenge in Lateinamerika wird von dem IKI-Projekt „Kohlenstoffanreicherndes Ressourcen- und Landschaftsmanagement durch Kompensationszahlungen“ (REDD+ Landscape/CCAD) ausgerichtet, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt wird.