15.03.2011

BDI und BMU vergeben Innovationspreise für Klima und Umwelt

"Die Preisträger und ihre Innovationen sind leuchtende Beispiele für den Innovationsschub, den der Paradigmenwechsel hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft auslöst. Ehrgeizige Klimaschutzpolitik ist eine Strategie zur wirtschaftlichen Modernisierung unseres Landes." Das sagte der Abteilungsleiter für Klimaschutz, Umwelt und Energie, Urban Rid, anlässlich des am Dienstag in Berlin vergebenen Innovationspreises Klima und Umwelt. Mit dem vom Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verliehenen Preis werden deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die Wirtschaftlichkeit, Klima- und Umweltschutz vorbildlich vereinen. Der Preis wird mit Förderung der Klimaschutzinitiative des BMU in insgesamt fünf mit jeweils 25.000 Euro dotierten Kategorien vergeben.

Die Preise gingen an folgende Preisträger:

  • In der Kategorie "Prozessinnovationen für den Klimaschutz" siegte die Continental Automotive Group aus Regensburg. Sie entwickelte einen neuartigen Kraftstoff-Injektor mit Piezotechnologie für Common Rail Einspritzsysteme von Dieselmotoren. Dieses System ermöglicht eine genaue Dosierung des Brennstoffs zur Reduktion von Energieverbrauch und Schadstoffemissionen.
  • Die LichtBlick AG aus Hamburg erhielt den Preis in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz" für ein intelligent gesteuertes Zuhause Kraftwerk, das als virtuelles Kraftwerk SchwarmStrom erzeugt.
  • Intel hat mit dem "Single Chip Cloud Computer" (SCC) eine neue Prozessorplattform entwickelt, mit der eine revolutionäre Steigerung von Rechenleistung und Energieeffizienz verwirklicht wurde. Damit gewann das Unternehmen den Bereich "Umweltfreundliche Technologien".
  • Die Kategorie "Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen" entschied das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI aus Sankt Augustin für sich. Die Forscher dort entwickelten eine Optimierungssoftware, welche auch dreidimensonale Berechnung zum Beispiel von Transport-, Lade- und Lagerungshilfsmitteln durchführt und damit zur optimalen Ausnutzung von Material und Raum in ressourcenintensiven Branchen führt.
  • Der Preis für "Technologietransfer" ging an INENSUS GmbH aus Goslar und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Sie entwickelten ein Modell zur flächendeckenden privatwirtschaftlichen Elektrifizierung ländlicher Siedlungen unter Einbindung erneuerbarer Energien. Dieses Mikroenergiewirtschaft genannte Modell ist auf die Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern angepasst. 

Unter dem Vorsitz von Professor Klaus Töpfer wählte die Jury die sechs Preisträger aus, die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Ab sofort können Interessenten sich für den nächsten Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 23. Mai 2011.


Weitere Informationen

Preisträger der IKU 2010 sowie Bewerbungsunterlagen:

www.iku-innovationspreis.de