31.07.2014

Bundesumweltministerium fördert Schutz der einzigartigen Biodiversität in Costa Rica

Eine Eidechse klettert Baum hoch

Foto: Cyro Jose Soares

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Costa Rica im Bereich Klimawandel und biologische Vielfalt wird weiter ausgebaut: Das Bundesumweltministerium fördert ein neues Projekt zur Erhaltung der einzigartigen Naturwelt und Biodiversität Costa Ricas mit bis zu 6 Millionen Euro.

Costa Rica spielt durch seinen Einsatz zur Wahrung der Biodiversität eine besondere Rolle im Naturschutz. Es hat sich zum Ziel gesetzt, zu einem der ersten Länder zu gehören, das die Ziele des Strategischen Plans der internationalen Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) erreicht. Costa Rica verfügt über eine Vielzahl verschiedener Mikroklimazonen und eine Fülle unterschiedlicher Ökosysteme. Das kleine Land, das ungefähr so groß ist wie Niedersachsen, gehört zu den 20 an Biodiversität reichsten Ländern der Erde.

Costa Rica hat erkannt, dass es sich lohnt die Natur zu schützen. Die reiche Naturwelt und Biodiversität zieht jährlich rund 1,5 Millionen Touristen an. Gut ein Viertel der Landesfläche steht heute unter allgemeinem Naturschutz (biologische Reservate, Nationalparks und Naturschutzgebiete). Die rund 160 Schutzgebiete, die über das ganze Land verteilt sind, umfassen Küstenstreifen, Inseln, Regen-, Nebel- und Trockenwälder, Vulkane, Reliefs, Flüsse und Wasserfälle.

Eine Herausforderung stellt die Vernetzung der Gebiete dar. Sie ist für das Überleben vieler Arten sehr wichtig, denn bestimmte Tierarten wandern im jährlichen Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit. Viele andere Arten sind in isolierten Lebensräumen durch den Klimawandel bedroht. Für sie sollen durch Biotopvernetzung Wanderkorridore entstehen, über die sie in neue Areale ausweichen können.

Costa Rica arbeitet deswegen im Rahmen des nationalen Biokorridor-Programms an einer Verbesserung der Biotopvernetzung. Das Projekt im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) unterstützt Costa Rica dabei. Im Rahmen des Vorhabens erarbeiten die Projektpartner Richtlinien und Verfahren zur Ausweisung von Ökokorridoren und zur Identifizierung von Schutzmaßnahmen. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu garantieren, werden die lokalen Verwaltungen, die Bevölkerung, die Privatwirtschaft, landwirtschaftliche Produzenten und Waldbesitzer in die Planungsprozesse eingebunden und nachhaltige Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung der Maßnahmen entwickelt.


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