07.03.2018

Peru schmiedet Allianzen für seine NDC-Umsetzung

In Arbeitsgruppen wurden über 100 Kooperationen vereinbart; Foto: GIZ/ Gino Zúñiga

In Arbeitsgruppen wurden über 100 Kooperationen vereinbart; Foto: GIZ/ Gino Zúñiga

Mitte Februar ist in der peruanischen Hauptstadt Lima über die Unterstützungsbedarfe Perus in der NDC-Umsetzung mit Geber- und Durchführungsorganisationen debattiert worden. Dazu traf sich die mulitsektorale Arbeitsgruppe (GTM), die 2017 unter Leitung des peruanischen Umweltministeriums (MINAM) eingerichtet wurde, mit Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Gebern und Durchführungsorganisationen. Die Umweltministerin Elsa Galarza und der deutsche Botschafter in Peru, Jörg Ranau, begrüßten diese einmalige Gelegenheit alle Akteure an einen Tisch zu bringen.

Die GTM besteht aus 13 peruanischen Ministerien, darunter dem Ministerium für Landwirtschaft und Bewässerung, Transport und Kommunikation, Energie und Bergbau und dem nationalen Planungszentrum. Die Arbeitsgruppe legt ihren Fokus vor allem auf zwei Maßnahmen. Zum einen soll sie einen Zeit- und Organisationsplan zur Umsetzung der peruanischen NDC bis 2030 erarbeiten. Zum anderen sollen die Sektoren unterstützt werden, um zum Beispiel eine Kosten-Nutzungs-Rechnung bei Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen erstellen zu können.

Vertreter der multisektorialen Arbeitsgruppe; Foto: GIZ/ Gino Zúñiga

Die GTM ist auf der COP23 in Bonn vorgestellt worden und gilt seitdem als Vorreiter und Musterbeispiel für eine transversale Integration der Klimaschutzziele in allen Sektoren.

Bei dem zweitägigen Workshop, an dem über 150 Personen teilnahmen, wurden die Ergebnisse der Arbeit der GTM vorgestellt. Darüber hinaus konnten über 100 Allianzen zwischen den Sektoren und der internationalen Kooperation vereinbart werden. So konnten sich die Vertreter des Gesundheitsministeriums mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH darüber verständigen, dass sie zukünftig zu Richtlinien für das Risikomanagement in öffentlichen Investitionen im Klimawandelkontext zusammenarbeiten werden. Darüber hinaus profitierten Durchführungsorganisationen und Geber vom Austausch untereinander.

Die Veranstaltung wurde von GIZ im Rahmen des “Support Project for the Implementation of the Paris Agreement” (SPA) und NDC-Assist (BMZ), sowie von UNDP und der Support Unit der NDC-Partnership unterstützt. Das SPA-Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) und stärkt die Partnerländer dabei, ihre Klimapolitik erfolgreich umzusetzen, insbesondere Treibhausgase zu mindern, ihre Anpassungsfähigkeit zu erhöhen und somit zum Langfristziel des Paris-Abkommens beizutragen.