04.07.2014

Sonnenschein ist mehr als schönes Wetter

- ein IKI Projekt in Brasilien geht mit gutem Beispiel voran -

Photovoltaik-Anlage mit Hochhäusern im Hintergrund

Photovoltaik Anlage Florianópolis; Foto: Herminio Nunes / Eletrosul

Der Firmensitz von Eletrosul hat ein neues Antlitz bekommen: Auf dem Dach des Gebäudes und den umliegenden Parkplätzen glitzert neuerdings eine Photovoltaik-Anlage unter der Sonne Südbrasiliens. Eletrosul, eine Tochterfirma des brasilianischen Energieversorgers Eletrobas, hat ihren Sitz in Florianópolis, der Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catalina.

Die Produktion von "grünem Strom" will der Energieversorger zukünftig noch weiter als bisher ausbauen, die neue 1 Megawatt Solaranlage, die Ende Juni in Florianópolis feierlich eingeweiht wurde, soll dafür ein sichtbares Zeichen setzen.

Die Photovoltaik-Anlage ist ein Pilotprojekt, das zukunftsweisend für die Entwicklung erneuerbarer Energien in dem südamerikanischen Land sein soll. Die brasilianische Stromproduktion basiert bislang zu etwa zwei Dritteln auf Großwasserkraft, einer Technologie, die zwar klimafreundlich, aber auch von Regenfällen abhängig ist. Entsprechend gefährdet ist die Energieversorgung bei längerer Trockenheit. Da in Trockenzeiten aber vermehrt die Sonne scheint, möchte Brasilien seine Energiestruktur auch zugunsten der Photovoltaik verändern. Das Projekt wird vom Umweltministerium BMUB über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert, Projektdurchführer sind die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die KFW Entwicklungsbank.

Mit seiner hohen Sonneneinstrahlung verfügt Brasilien über beste Voraussetzungen für einen breiten Einsatz von Solartechnik. Dennoch nutzt das Land diese natürliche Energiequelle bisher kaum. Die neue Anlage in Florianópolis ist in ganz Brasilien die größte ihrer Art und soll jetzt auch das Interesse der Bevölkerung für diese Energieform wecken. Gut sichtbar auf dem Dach platziert, will sie zeigen, dass Sonnenschein mehr ist als "nur" schönes Wetter. Deshalb bietet Eletrosul künftig Führungen an, in der Erwartung, dass möglichst viele Unternehmen, Institutionen und Privatleute diesem glänzenden Beispiel folgen.


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