13.09.2017

Tunesien: Erstes Photovoltaikkraftwerk entsteht

Silke Stadtmann (KfW), M. Moncef Harrabi (PDG STEG), Anette Kaiser (Dt. Botschaft), tunesische Energieministerin Héla Cheikhrouhou, M Salah Mtiraoui (Gouverneur von Tozeur), Premier Cons. Silvia Chiave (Italienische Botschaft), Stefano Neri (TerniEnergia S.p.A.) (v.l.n.r); Foto: © Mohamed Ali Souilem/ STEG)

Silke Stadtmann (KfW), M. Moncef Harrabi (PDG STEG), Anette Kaiser (Dt. Botschaft), tunesische Energieministerin Héla Cheikhrouhou, M Salah Mtiraoui (Gouverneur von Tozeur), Premier Cons. Silvia Chiave (Italienische Botschaft), Stefano Neri (TerniEnergia S.p.A.) (v.l.n.r); Foto: © Mohamed Ali Souilem/ STEG)

Im Juli fand in Tozeur, im Südwesten Tunesiens, die Grundsteinlegung des ersten Photovoltaikkraftwerks des Landes statt. Damit beginnt eine wichtige erste Phase zur Umsetzung des tunesischen Solarplans und der Energiewende des Landes: 2030 sollen 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Die neue Anlage soll 2018 mit einer Leistung von 10 Megawatt in Betrieb genommen werden. Möglich wurde der Bau durch ein zinsverbilligtes Darlehen der KfW in Höhe von 11,5 Millionen Euro und einer 1,5 Millionen Euro-Förderung aus der Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF) der Europäischen Union. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) unterstützt das den Bau und die Begleitung des Vorhabens mit insgesamt 2,8 Millionen Euro im Rahmen des Projekts „Tunesischer Solarplan: PV Projekt Tozeur“.

An der feierlichen Eröffnung am 24. Juli nahmen die tunesische Energieministerin Héla Cheikhrouhou und weitere hochrangige Vertreter von Regierung und Botschaften teil. Zuvor, im November 2016, erfolgte die Unterzeichnung der Finanzierungsverträge zwischen dem tunesischen Energieerzeuger Société tunisienne de l'électricité et du gaz (STEG) und der KfW.

Durch das Kraftwerk wird die effiziente, ökologisch und sozial verträgliche Erzeugung elektrischer Energie ermöglicht. Gleichzeitig beginnt damit die Einführung der PV-Technologie in Kraftwerkgröße in Tunesien, um klimaschädlichen CO2-Ausstoß und den Import von fossilen Energieträgern weiter zu senken. Die Diversifizierung des Energiemixes soll zudem zur Verbesserung der Energiesicherheit in Tunesien beitragen.