15.05.2017

Preisregen für IKI-Multimediaprojekt

Das Logo der Europäischen Klimaschutzinitiative; BMUB

Screenshot der Internetdokumentation "Saigas in Not". Foto: IKI

Die Multimedia-Reportage "Saigas in Not" von "Global Ideas", einer TV-Reihe“ der Deutschen Welle, wurde innerhalb von zwei Wochen mit drei Auszeichnungen geehrt. Die Dokumentation nimmt den Nutzer mit auf eine Forschungsreise zu den Saiga-Antilopen in die kasachische Steppe. Videomaterial, Fotos und Töne von der abenteuerlichen Reise in die weitgehend unbesiedelten Weiten Kasachstans wurden mit Hilfe einer Multimediasoftware zu einem spannenden Erzählfluss verarbeitet. So schafft es "Saigas in Not" das Gefühl zu vermitteln, selbst Teil der Expedition zu sein. Das Projekt "Global Ideas" der Deutschen Welle wird aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesumweltministerium (BMUB) gefördert.

"Saigas in Not" konnte bei den angesehenen "New York Festivals" gleich in zwei Kategorien punkten: "Gold" in der Kategorie "Online Educational Program" und "Silber" in der Kategorie "Online Special Event". Außerdem gab es "Gold" beim Hamburger "World Media Festival" in der Kategorie "Web/E-Learning and Education".

Dass Artenschutz eine herausfordernde und aufregende Aufgabe sein kann, die Erfolge aber auch Niederlagen kennt, haben Global Ideas-Reporterin Inga Sieg, Kameramann Axel Warnstedt und Tonmann Moritz Polomski bei der Produktion der Multimedia-Reportage hautnah erleben können. Das Team hatte im Mai 2016 die exklusive Möglichkeit, Wissenschaftler der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) auf einer Forschungsreise zu den Saiga-Antilopen in die kasachische Steppe zu begleiten. Auf einem Gebiet so groß wie Frankreich versuchten die Wissenschaftler die extrem scheuen Saiga-Antilopen mit der charakteristischen Rüsselnase aufzuspüren, um Daten über die Größe der Population und den Gesundheitszustand der Tiere zu erfassen. Die Ergebnisse der Expedition wurden mit besonderer Spannung erwartet, da das Überleben der ganzen Art ungewiss war.

Bis zum Frühjahr 2015 sahen die ergriffenen Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Saiga-Antilopen nach einer Erfolgsgeschichte aus: die durch Wilderei stark geschwächte Population hatte sich deutlich erholt. Dann kam die Katastrophe. Während der Kalbungszeit im Mai 2015 starben völlig unerwartet über 200.000 Saiga-Antilopen, 90 Prozent der Tiere. Die Ursache für das Massensterben wurde im Verlauf der nächsten Monate zwar herausgefunden: Das eigentlich harmlose Bakterium Pasteurella multocida führte zum Tod der Tiere. Warum jedoch plötzlich so viele Saiga-Antilopen durch das Bakterium getötet wurden, blieb zunächst unbeantwortet. So sollte eigentlich die Erforschung des Zustands der überlebenden Tiere und der Ursachen für das Massensterben im Vordergrund der Expedition stehen, doch dafür mussten die Tiere erst einmal gefunden werden. Genau das stellte sich bald als größte Herausforderung der Reise heraus, denn die scheuen Tiere lassen sich nur während der circa zweiwöchigen Kalbungszeit untersuchen.

Hier finden Sie die Reportage in voller Länge.
www.dw.com/german/saigas (deutsch)
www.dw.com/saigas (englisch)
www.dw.com/spanish/saigas (spanisch)

Seit 2009 wurden gut 280 TV-Reportagen über Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz innerhalb von "Global Ideas" realisiert. Sowohl der Facebook- als auch der Twitter-Kanal von "Global Ideas" zeichnen sich durch ein starkes Wachstum der Interessenten aus: Auf Facebook verfolgen derzeit 413.000, auf Twitter 21.800 Nutzer die Aktivitäten von "Global Ideas".