08.12.2016

IKI-Projekt zum Schutz der Tropenwaldregion Selva Maya

Blick in eine Baumkrone

Klimaveränderungen und Biodiversitätsverlust gefährden die Schutzgebiete der Selva Maya; Foto: Chris H / Flickr (CC BY 2.0)

Im August 2016 nahm das Projekt zur „Förderung des Monitorings von Biodiversität und Klimawandel in der Region Selva Maya“ im Grenzgebiet zwischen Belize, Guatemala und dem Südosten Mexikos seine Arbeit auf. Die zentrale Herausforderung des Vorhabens ist der langfristige Schutz der Selva Maya durch eine nachhaltig ausgelegte Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen. Im Auftrag der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH verantwortlich für die Durchführung des Regionalvorhabens.

Als zweitgrößte Tropenwaldregion Amerikas nach dem Amazonas-Regenwald, beheimatet die Selva Maya eine große Vielfalt an endemischen (die weltweit nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet vorkommen) und teils bedrohten Arten. Klimaveränderungen und Biodiversitätsverlust gefährden die Schutzgebiete der Selva Maya und auch die Lebensbedingungen der Bevölkerung werden durch die Veränderungen beeinträchtigt.

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Monitoringsystems für Biodiversität und Klimawandel, mit dem die Auswirkungen von Klimaveränderungen und sozio-ökonomischer Entwicklung auf die biologische Vielfalt systematisch erfasst werden. In Zukunft kann das System genutzt werden, um neue  Schutz- und Anpassungsmaßnahmen mit der Bevölkerung zu entwickeln, umzusetzen und deren Wirkung zu erfassen. Bis zum Ende der Projektlaufzeit im Juni 2021 sollen zudem die Ergebnisse des Monitorings von Biodiversität und Klimawandel in der Region Selva Maya einen verstärkten Eingang in die politischen Entscheidungsprozesse finden.

Partnerorganisationen sind das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei, Forst, Umwelt und nachhaltige Entwicklung (MAFFESD) in Belize, die nationale Kommission für Schutzgebiete CONAP in Guatemala, und die nationale Kommission für die Erforschung und Nutzung der Biodiversität CONABIO in Mexiko.