01.09.2016

IKI fördert die beiden SEED-Awards 2016 in Indien

Mann schnitzt Teller aus Rinde

Gewinner des SEED „kohlenstoffarm“-Awards von 2013 Tambul Leaf Plates aus Indien; Foto: SEED

Die internationale Initiative SEED hat ihren Bewerbungsaufruf für die SEED-Awards 2016 in Indien gestartet. SEED sucht nach indischen Unternehmen, die in den beiden folgenden Marktsektoren tätig sind: Abfallwirtschaft und Green ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie). Die Bewerbungsfrist endet am 20. September.
Mit den jährlich verliehenen SEED-Awards für nachhaltiges Unternehmertum werden besonders vielversprechende, innovative und lokal geführte Start-ups und wachsende umweltfreundliche Unternehmen (eco-inclusive enterprises) in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgezeichnet. Die unabhängige Internationale Expertenjury der SEED-Initiative wählt Unternehmen aus, die das Potenzial haben, Armutsbekämpfung und Umweltverträglichkeit spürbar voranzubringen und gleichzeitig zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft beizutragen.

An der diesjährigen Verleihung können Unternehmen teilnehmen, die sich mit der Entsorgung fester oder organischer Abfälle beschäftigen, wodurch Abfallsammler aus der Informalität befreit und die Deponien entlastet werden. Für den zweiten SEED-Award 2016 in Indien werden Unternehmen gesucht, die einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt durch Informations- und Kommunikationstechnologien nachweisen können oder Lösungen für nachhaltigen Konsum bzw. nachhaltige Produktion auf Grundlage von Informations- und Kommunikationstechnologien anbieten.
Aus allen eingegangenen Bewerbungen wird eine Gruppe von zehn Finalisten ausgewählt, die eingeladen werden, ihre inspirierenden umweltfreundlichen Unternehmen auf einem Stakeholder-Dialogforum zu präsentieren, das im Oktober 2016 von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH abgehalten wird.

Die Gewinner der SEED-Awards 2016 erhalten ein Paket maßgeschneiderter Unterstützungsleistungen, bestehend aus Selbsthilfe-Tools sowie Unterstützung bei Profilierung, Kapazitätsaufbau und Netzwerkbildung.
Die beiden SEED-Awards 2016 in Indien werden von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert und in Zusammenarbeit mit der GIZ vergeben. 2016 findet die Verleihung der SEED-Awards zum elften Mal statt. Mehr als 200 Gewinner aus über 40 Ländern haben diese Auszeichnung bereits erhalten.

Die SEED-Initiative wurde auf Vorschlag des BMUB ins Leben gerufen. Neben dem BMUB hat die Initiative seit ihrer Gründung eine Reihe von Partnern gewonnen, darunter einige UN-Organisationen, Ministerien verschiedener Länder, die Europäische Kommission, die Organisation Conservation International und den South African Independent Development Trust. Seit April 2013 ist Adelphi Research in Berlin Projektträger der SEED-Initiative.