09.05.2018

Jubiläums-Konferenz zu 10 Jahren IKI

Paneldiskussion zu 10 Jahren IKI im internationalen Kontext mit (v.l.n.r.) Yamil Bonduki (UNDP), Vera Scholz (GIZ), Botschafter Seyni Nafo (AREI), Rosa Morales (Umweltministerium Peru), Ned Helme (CEPP), Dr. Musonda Mumba (UN Environment) und Christoph Heinrich (WWF); Foto: Kornelia Danetzki/BMU

Paneldiskussion zu 10 Jahren IKI im internationalen Kontext mit (v.l.n.r.) Yamil Bonduki (UNDP), Vera Scholz (GIZ), Botschafter Seyni Nafo (AREI), Rosa Morales (Umweltministerium Peru), Ned Helme (CEPP), Dr. Musonda Mumba (UN Environment) und Christoph Heinrich (WWF); Foto: Kornelia Danetzki/BMU

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU) feierte am 5. Mai gemeinsam mit rund 220 Gästen ihr 10jähriges Bestehen in Bonn. Norbert Gorißen (Referat KI II 7) und Dr. Almuth Ostermeyer-Schlöder (Referat NI4) luden gemeinsam zu einer eintägigen Konferenz, um 10 Jahre erfolgreiche Arbeit der IKI-Projekte Revue passieren zu lassen. Zudem diskutierten die Teilnehmenden Herausforderungen und Lösungsansätze für Klima-und Waldschutz, Anpassung sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt in den kommenden Jahren.

Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren IKI! Es gratulieren (v.l.n.r.) Staatssekretär Jochen Flasbarth (BMU), Vera Scholz (GIZ), Ned Helme (CEPP), Norbert Gorißen (BMU) und Dr. Anne Larigauderie (IPBES); Foto: Kornelia Danetzki/BMU

In seiner Willkommensrede betonte Staatssekretär Jochen Flasbarth, dass die IKI “innerhalb eines Jahrzehnts nicht nur gewachsen ist, sondern auch ihre Inhalte und ihre Bandbreite enorm erweitert hat. Die unglaubliche Vielfalt an Akteuren, Ländern, Projekttypen und Ideen, die sich im Portfolio widerspiegelt, erstaunt mich immer wieder – auch nach zehn Jahren noch.“ Zwischen 2008 und Ende 2017 sind rund 600 Projekte in über 150 Entwicklungs- und Schwellenländern mit einem Projektvolumen von 2,7 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden.

In ihrer Laudatio per Videobotschaft sprach Laurence Tubiana, Geschäftsführerin der European Climate Foundation (ECF) über die Bedeutung der IKI für die internationalen Verhandlungen: „IKI trat immer wieder in Erscheinung […] wenn es um die Vorbereitung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge (NDCs), der Erarbeitung von Anpassungsplänen (NAPs) ging oder bei der Verlinkung von Minderung und Anpassung. Die IKI zeigte sich als innovative Finanzierungsquelle mit hoher Transparenz.  Auch Dr. Anne Larigauderie, Exekutivsekretärin der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), bedankte sich in ihrer Laudatio für die Unterstützung der IKI beim Erhalt der Biodiversität und unterstrich, dass im Rahmen der IKI Klima und Biodiversität als ineinandergreifende und nicht separate Themen betrachtet werden.

Norbert Gorißen hob in einem Interview durch die Moderatoren Vera Scholz (GIZ) und Ned Helme (CEPP) hervor, dass die IKI auch mit inzwischen höhervolumigen integrierten Programmen weiterhin den Anspruch hat, schnell und flexibel auf die Bedürfnisse der Partnerländer einzugehen. Diese Herangehensweise wurde auch in den zahlreichen thematischen Sessions und den beiden Paneldiskussionen betont – gemeinsam mit der Forderung, die lokale Ebene noch stärker in den Fokus zu nehmen und klima- und biodiversitätsrelevante Förderung konkreter auf nationale Entwicklungspläne abzustimmen. Nur mit diesem Ansatz können ehrgeizige globale Ziele erreicht werden, die gleichzeitig eine „schnelle“ Entwicklung in Bezug auf klimapolitischen Ambitionen und eine „weitreichende“ Wirkung in Bezug auf Nachhaltigkeit erzielen, wie auf den Panelsitzungen betont wurde.

Das Themenspektrum der über den Tag verteilten zehn Sessions, die beispielhaft einzelne Bereiche aus der großen IKI-Themenvielfalt herausgriffen, reichte dabei von national bestimmten Klimaschutzbeiträgen (NDCs) in kleinen Inselstaaten über Ökosystembasierte Anpassung (EbA) und Wiederherstellung von Waldlandschaften (FLR) bis zu Stadtentwicklung, Mainstreaming von Biodiversität und der Transformation des Finanzsektors.

In ihren Schlussworten beglückwünschten die Unterabteilungsleiterin für Europa und Internationales des BMU Dr. Eva Kracht und die Leiterin der Abteilung Naturschutz und nachhaltige Naturentwicklung im BMU Dr. Elsa Nickel die IKI für ihre Arbeit. Die IKI hat und wird weiterhin ihren Auftrag als wichtiger Bestandteil der deutschen Klimafinanzierung und der Finanzzusagen im Rahmen der Biodiversitätszusagen erfüllen, so die Abteilungsleiterinnen.

Teilnehmende der 10 Jahre IKI Konferenz; Foto: Kornelia Danetzki/BMU

Link zur Konferenzwebsite (auf Englisch) mit Programm, Factsheets und Filmen zu 10 Jahren IKI

Programm der Konferenz (PDF | Englisch | 937KB)