16.04.2013

Startschuss für NAMA-Projekt in der Dominikanischen Republik

Drei Personen sitzen in einem Zimmer

Quelle: Presidencia de la República Dominicana

Am 16. April haben die Deutsche und die Dominikanische Regierung in Santo Domingo ein Vorhaben auf den Weg gebracht, das den Karibikstaats bei der Umsetzung seines nationalen Plans für klimafreundliche Entwicklung unterstützen wird. Das aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Millionen Euro geförderte Projekt hatte Deutschland der Dominkanischen Republik bei der UN-Klimakonferenz in Doha Ende 2012 zugesagt. Es soll dem Karibikstaat dabei helfen, seine nationalen Ziele zur Minderung von Treibhausgasemissionen um 25% gegenüber 2010 zu erreichen.

Anlässlich des Projektbeginns empfing die Vizepräsidentin der Dominikanischen Republik, Margarita Cedeno de Fernandez, den Leiter des Referats für internationalen Klimaschutz im Bundesumweltministerium, Norbert Gorißen, in Santo Domingo. Ein intensiver Austausch über die bilaterale Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fand in weiteren Gesprächen mit relevanten Ministerien, dem Privatsektor und Vertretern der Zivilgesellschaft statt.

Das Vorhaben schließt an die Ergebnisse eines Vorläufervorhabens an, das durch die internationale Klimaschutzinitiative bereits seit 2011 gefördert wird. Die zweite, nun anlaufende Phase des Projekts konzentriert sich auf die Umsetzung einer nationalen Minderungsmaßnahme (NAMAs) in den Industriesektoren Abfall und Zement. Ziel ist es, in der dominikanischen Zementindustrie die Verwendung von Abfall als Rohstoff und Energiequelle zu fördern, um natürliche Ressourcen und fossile Brennstoffe in energieintensiven, industriellen Prozessen zu ersetzen. Dadurch werden Treibhausgasemissionen sowie die Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger gesenkt. Gleichzeitig wird im Rahmen des Vorhabens ein Monitoringsystem zur Messung und Berichterstattung (MRV) der vermiedenen Treibhausgasemissionen eingerichtet. Umgesetzt wird das Vorhaben von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).