14.04.2011

UNESCO-Biosphärenreservat in Äthiopien

Am 22. März 2011 weihte der NABU gemeinsam mit dem äthiopischen Staatspräsident Girma Wolde Giorgis, nationalen Ministern und weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Bonga eines der ersten UNESCO-Biosphärenreservate Äthiopiens ein. In einem Projekt der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) engagiert sich der NABU dafür, das frisch anerkannte UNESCO-Gebiet zu einem funktionstüchtigen und lebendigen Biosphärenreservat zu machen. Das Projekt fördert unter anderem den Aufbau einer Infrastruktur für Naturtourismus, eine starke Schutzgebietsverwaltung sowie Umweltbildungskonzepte. Der Wald soll durch Aufforstung sowie effiziente Technik und Nutzungsform von Brennmaterial dauerhaft gesichert werden. 

Von der Waldfläche Äthiopiens, die ehemals zirka 40 Prozent des Landes bedeckte, ist heute nur noch ein kleiner Bruchteil übrig. Kafa ist eines der letzten Bergwaldregionen des Landes. Das Kafa-Biosphärenreservat in der Ursprungsregion des Arabica-Kaffees ist mit rund 760.000 Hektar etwa halb so groß wie Schleswig-Holstein und zu einem Großteil mit Bergnebelwäldern bedeckt, die wilden Kaffee beherbergen. Im Juni 2010 wurde das Gebiet in das weltweite Biosphärenreservats-Netzwerk der UNESCO aufgenommen. Der Schutz und die Wiederherstellung des Waldes tragen dazu bei, CO2-Emissionen zu speichern, die biologische Vielfalt zu erhalten und die Lebensgrundlage der Anwohner zu sichern. 


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