26.02.2014

Versichungslösungen in der Karibik kommen zu Einsatz

Verkäuferin mit Ware auf überschwemmtem Marktplatz

Quelle: UN Photo/Logan Abassi

Im Januar 2014 wurde mit der Livelihood Protection Policy (LPP) ein neues Versicherungsprodukt in Grenada auf den Markt gebracht, mit der sich die Bevölkerung gegenüber den Folgen des Klimawandels absichern kann. Der Versicherungsanbieter Trans-Newmil vertreibt die LPP zusammen mit der Grenada Co-operative Bank sowie Greenville Co-operative Credit Union. Die Policen richten sich speziell an einkommensschwache Bevölkerungsschichten, zum Beispiel an Kleinbauern, die so ihren Anbau und ihre zu erwartende Ernte vor wetterbedingten Schäden versichern können. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) fördert die Entwicklung und Einführung der Versicherungslösung für gefährdete Bevölkerungsgruppen im Rahmen eines dreijährigen Projektes. Die Munich Climate Insurance Initiative, an der die Universität der Vereinten Nationen in Bonn und die Munich Re beteiligt sind, führt dieses Projekt durch.

Auf der Nachbarinsel St. Lucia gibt es die LPP bereits seit Juni 2013. Nur wenige Monate später stellte sie unter Beweis, wie nützlich sie ist: Am 24. und 25. Dezember zog ein starkes Unwetter über die Insel, das heftige Regenfälle mit sich brachte. Die LPP ist eine index-basierte Versicherung. Das heißt, sie kommt zur Auszahlung, sobald ein bestimmter Grenzwert, in diesem Fall eine bestimmte Regenmenge, über- oder unterschritten wird. Das kam den Versicherten auf St. Lucia nun zu Gute, als die ersten Prämien bereits kurz nach dem Extremwetterereignis ausgezahlt wurden. Einer der Versicherten, Walter Edwin, äußerte sich sehr glücklich über diese Zahlung und sagte: "Ich werde weiterhin Leute dazu ermutigen, diese Police zu kaufen." Dank der Auszahlungen hat er die Möglichkeit, die entstandenen Schäden zu kompensieren und erneut in den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten zu investieren.


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