05.11.2014

Partnerschaft für Klimaversicherung in Peru

Drei Indio-Frauen begutachten vom Frost geschädigte Kartoffeln

Kartoffelanbau in Peru. Foto: GIZ

Immer häufiger bedrohen starke Ertragsschwankungen bis hin zu Ernteausfällen aufgrund von Trockenheit, Überschwemmungen und Frost die Existenz von Landwirten in Peru. Eine neue öffentlich-private Partnerschaft zwischen dem peruanischen Staat, landwirtschaftlichen Betrieben und der Versicherungswirtschaft will diese Sorge für Agrarwirte künftig reduzieren. In den kommenden fünf Jahren soll ein nationales Risikotransfersystem entwickelt werden. Dabei handelt es sich um ein System, das Landwirte bezahlbar und dauerhaft gegen existenzbedrohende Einkommenseinbußen durch Naturgefahren absichert. Gefördert wird dieses Projekt mit Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Der Rückversicherungskonzern Munich Re und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH GIZ beraten die peruanischen Partner im Auftrag des BMUB dabei. Zudem soll ein Agrarinformationssystem geschaffen werden, das beispielsweise darüber Auskunft gibt, welche Erträge einzelne Betriebe erzielen, welche Nutzpflanzen wo angebaut werden und wie sich das Klima in verschiedenen Regionen entwickelt. Dieses System dient zur Kalkulation der Versicherungsrisiken und -kosten, denn es soll für alle landwirtschaftlichen Betriebsgrößen passen. Es hilft aber auch den zuständigen Behörden, Nothilfemaßnahmen und Entschädigungen nach Extremwetterereignissen gezielter zu planen und zu bemessen.