Weltkarte und Projektliste - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: November 2016

Unterstützung bei der Umsetzung des klimakompatiblen Entwicklungsplans der Dominikanischen Republik in den Sektoren Zement und Abfall


Ziel und Massnahmen

Das Projekt unterstützt die Dominikanische Republik bei Umsetzung des nationalen klimakompatiblen Entwicklungsplans. Ein weiteres Projekt der Internationalen Klimaschutzinitiative beriet die Regierung zwischen 2010 und 2011 bei der Ausgestaltung dieses Entwicklungsplans. Der Entwicklungsplan identifiziert die Sektoren Abfall und Zement als sogenannte "Quick Wins". Hier können mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz und kurzfristig viele THG-Emissionen vermieden werden. Vor allem gilt es, alternative Energiequellen in der Zementindustrie einzuführen. Eine der Lösungsansätze ist das sogenannte "Co-processing". Dabei wird Abfall als Rohstoff und/oder Energiequelle verwendet, um natürliche Ressourcen und fossile Brennstoffe in energieintensiven industriellen Prozessen zu ersetzen. Dieser Ansatz senkt die THG-Emissionen sowie die Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger. Außerdem kann durch die Einführung eines entsprechenden Abfallmanagementsystems die Umweltverschmutzung verringert werden, und lokalen Abfallsammlern eröffnen sich neue Einkommensmöglichkeiten. Dafür stärkt das Projekt institutionelle Strukturen und baut Know-how auf und aus. Zusammen mit den Partnern erarbeitet es national angemessene Minderungsstrategien (NAMAs), setzt Pilotmaßnahmen in ausgewählten Handlungsfeldern um und richtet ein System für das Monitoring von Treibhausgasemissionen, Minderungsanstrengungen und Projektwirkungen (MRV) ein.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Schulung von 15 Institutionen in MRV Systemen und NAMA Ansätzen. Darüber hinaus Unterstützung „Runder Tische“ zur Entwicklung weiterer NAMA Ansätze gemeinsam mit den Partnerorganisationen (u.a. NAMA Energia).
  • Zahlreiche fachliche Inputs zu Regularien im Abfallrecht mit Bezug zum Co-Processing, darunter: Revision des Gesetzentwurfs „Allgemeines Abfallrecht“ mit Fokus auf Produzentenhaftung, Altreifenverordnung (Verabschiedung im März 2015), Verwaltungsvorschrift zur thermischen Verwertung von Hausabfällen. Im Rahmen des eingeführten geregelten Dialogs zum Abfallrecht (Plataforma de Dialogo) Durchführung der 2. „ZACK-Jahreskonferenz“ (Foro Zack mit über 300 Teilnehmern) im November 2015. Die Konferenz erbrachte wichtige Beiträge zum Co-Processing und für die Überarbeitung des regulatorischen Umfelds im Abfallbereich.
  • Zum Zwecke der Entwicklung von Lieferketten aus kommunalen/industriellen Abfällen, Organisation und Unterstützung von Workshops zum Thema Co-Processing für die Zielgruppe Abfallsammler. Flankierend Analysen zur Detailerfassung der Abfallströme in den Pilotregionen zur Identifizierung von kalorisch hochwertigem Müll mit geringer Transportdistanz und geringem Aufbereitungsaufwand.
  • Durchführung eines Journalistenwettbewerbes zum Thema Klimawandel. Die GewinnerInnen des Preises konnten als offizielle Pressevertreter an der COP21 teilnehmen. Als Konsequenz wurde sehr intensiv zu den Klimaverhandlungen in Paris berichtet.

Projektdaten

Land:
Dominikanische Republik (Dom Rep)

Partnerinstitution:

National Council for Climate Change and the Clean Development Mechanism, Consejo Nacional para el Cambio Climatico y el Mecanismo de Desarrollo Limpio (CNCCMDL)


Durchführungs­organisation:

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH


BMUB-Förderung:
4.500.000 €

Projektlaufzeit:
04/2013 bis 06/2018

Internetauftritt:
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