Informationen für Antragsteller

Hier finden Sie Informationen zur Förderung von Vorhaben im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Aktuelles Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren für das Jahr 2018 hat begonnen.

Bitte beachten Sie die folgenden aktuellen Rahmenbedingungen.

Für das Auswahlverfahren 2018 können Vorhabenskizzen bis zum 12.10.2017, 24 Uhr (MEZ) ausschließlich über die IKI Onlineplattform in englischer Sprache eingereicht werden. Der Beginn der Vorhaben sollte frühestens für Ende 2018 geplant sein.

Es werden nur Skizzen für das weitere Auswahlverfahren berücksichtigt, die vor Fristablauf vollständig auf dem vorgesehenen Weg eingereicht werden.

Alle bis zum Fristablauf über die Onlineplattform eingegangen Vorhabenskizzen werden gesammelt und einer Bewertung durch das Bundesumweltministerium (BMUB) unterzogen (erste Verfahrensstufe). Das BMUB trifft eine Vorauswahl aussichtsreicher Vorhabenskizzen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und der außenpolitischen und entwicklungspolitischen Kohärenz. Alle Interessenten werden über das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert.

Die hauptverantwortlichen Durchführer von aussichtsreichen Vorhabenskizzen werden schriftlich zu einem förmlichen Vorhabenvorschlag aufgefordert (zweite Verfahrensstufe). Die Entscheidung über eine Förderung erfolgt aufgrund der abschließenden Prüfung des konkreten Förderantrags durch das BMUB.

Das Webinar zum aktuellen Auswahlverfahren findet am Donnerstag, den 17. August 2017 statt. Zur Berücksichtigung verschiedener Zeitzonen wird das Webinar mit gleichem Inhalt zu zwei verschiedenen Uhrzeiten angeboten – von 9:00 bis 10:00 Uhr und von 16:00 bis 17:00 Uhr (CEST). Bitte registrieren Sie sich unter Angabe der gewünschten Uhrzeit mit einer E-Mail an programmbuero(at)programmbuero-klima.de. Sie erhalten daraufhin eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Allgemeine Informationen zum Auswahlverfahren

Projekte zur Förderung in der IKI wählt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) grundsätzlich durch einen Ideenwettbewerb aus, der in der Regel einmal im Jahr ausgerufen wird. Zudem veröffentlicht das BMUB die dazugehörigen Förderinformationen.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

1. Verfahrensstufe:

Für die erste Verfahrensstufe sollten aussagekräftige Vorhabenskizzen in englischer Sprache auf Basis des IKI-Skizzenformulars ausschließlich online in der entsprechenden Eingabemaske über die IKI-Internetseite eingereicht werden. Alle bis zum festgelegten Stichtag in diesem Format beim Programmbüro IKI eingegangenen und vollständig ausgefüllten Vorhabenskizzen werden durch das BMUB bewertet.

Die Onlineplattform zur Abgabe von Vorhabenskizzen ist nach dieser Frist nicht mehr zugänglich. Vorhabenskizzen, die nicht auf dem vorgesehenen Weg eingereicht werden, können für das weitere Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden.

Das BMUB trifft eine Vorauswahl aussichtsreicher Vorhabenskizzen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und der außenpolitischen und entwicklungspolitischen Kohärenz. Alle Interessenten werden über das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert.

2. Verfahrensstufe:

Die hauptverantwortlichen Durchführer aussichtsreicher Vorhabenskizzen werden schriftlich zu einem förmlichen Vorhabenvorschlag aufgefordert und können auf Nachfrage im unmittelbaren Anschluss eine Förderung für die Erarbeitung der Vorhaben erhalten zum Beispiel für Studien, Prüfmissionen oder Planungsworkshops mit Partnerinstitutionen. Über entsprechende Anträge soll in der Regel binnen eines Monats ab Einreichung der für die Entscheidung maßgeblichen vollständigen Unterlagen entschieden werden. In der Folge stehen den verbundführenden Organisationen acht Monate für die Einreichung des Vorhabenvorschlages zur Verfügung, über den nach abschließender Prüfung durch das BMUB entschieden wird. Die dabei zu berücksichtigenden einschlägigen Bestimmungen und Mustervorlagen – einschließlich der Anforderungen zu Monitoring und Safeguards – werden nach Abschluss der ersten Verfahrensstufe bekannt gegeben.

Antragsteller

Die Internationale Klimaschutzinitiative ist offen für unterschiedliche Akteure aus dem In- und Ausland. Gefördert werden Vorhaben von Durchführungsorganisationen des Bundes, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen von Institutionen in den Partnerländern (unter anderem akkreditierte nationale Umsetzungsorganisationen bei internationalen oder multilateralen Organisationen) sowie von internationalen und multilateralen Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programmen der Vereinten Nationen, die in Partnerländern durchgeführt werden.

Leitlinien und Standardindikatoren

Ein jährlich stattfindender globaler Ideenwettbewerb als Grundlage der Projektauswahl stellt sicher, dass ambitionierte Vorhaben mit den jeweils am besten geeigneten Durchführungsorganisationen gefördert werden. Dabei gelten für die vom BMUB geförderten Projekte insbesondere folgende Punkte:

Ausgestaltung einer internationalen Klimafinanzarchitektur:

Die IKI unterstützt Mechanismen zur Mobilisierung zusätzlicher Mittel, insbesondere auch privater Investitionen, sowie nachhaltige Geschäftsmodelle für Maßnahmen zum Klima- und Biodiversitätsschutz.

Innovation und Multiplikatorenwirkung:

IKI-Projekte sollen technologisch, ökonomisch, methodisch oder institutionell ambitionierte sowie multiplizierbare Lösungsansätze verfolgen, die über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sind.

Transparenz und Kohärenz:

Die IKI unterstützt ihre Partnerländer dabei, messbare, berichtbare und verifizierbare (MRV) Beiträge zum Klimaschutz zu erbringen. Zudem bringt sich das BMU in die internationale MRV-Debatte ein. Einerseits entwickelt das BMU seinen eigenen Monitoringansatz kontinuierlich weiter; Projektplanung und Monitoring von IKI-Projekten orientieren sich an der Wirkungslogik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Andererseits stärkt die IKI gezielt Strukturen zur Transparenz und Governance der internationalen Klimafinanzierung.

Lernen aus Erfahrungen:

Über Plattformen wie Workshops oder Online-Netzwerke tauschen die in der IKI aktiven Akteure gesammelte Erfahrungen und erworbenes Wissen aus und lernen somit voneinander. Eine unabhängige Evaluierung der Einzelprojekte sowie des Gesamtprogramms liefert wichtige Erkenntnisse, um die IKI kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Standardindikatoren:

Seit 2015 gelten für alle neuen Projekte zusätzlich zu den projektspezifischen die übergreifenden Standardindikatoren, die zentrale Wirkungen des IKI Förderprogramms zusammenfassen. Dabei berichtet jedes Projekt zu allen Standardindikatoren, zu denen es einen signifikanten Beitrag leistet.

Die IKI Standardindikatoren sind:

Minderungsindikator: Verminderte Treibhausgasemissionen und Ausbau des Kohlenstoffspeichers (als Kohlendioxid-Äquivalente in Tonnen) im Projekt-/Programmgebiet

Anpassungsindikator: Anzahl der vom Projekt direkt unterstützten Personen bezüglich Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder bzgl. Ökosystemerhaltung.

Ökosystemindikator: Fläche von Ökosystemen (in Hektar), die durch Projektmaßnahmen verbessert oder geschützt wird.

Politikindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten politischen Rahmenwerke für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Institutionenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten institutionalisierten Strukturen oder Prozesse für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Methodenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten methodischen Instrumente, die der Bewältigung des Klimawandels und der Erhaltung der biologischen Vielfalt dienen.

SAFEGUARDS

Ab 2017 wendet die IKI für ihre Projekte einen systematischen Safeguards-Ansatz an. Dabei orientiert sie sich an dem normativen Rahmen der Safeguards des Green Climate Funds (GCF). Ziel eines systematischen Safeguards-Ansatzes ist die Vermeidung von negativen Auswirkungen von Projekten auf Umwelt und Gesellschaft. Potentiell negative Auswirkungen von Projektaktivitäten auf vulnerable Personen beziehungsweise Schutzgüter, wie zum Beispiel marginalisierte Gruppen oder Ökosysteme, sind daher in allen IKI-Projekten zu berücksichtigen. Durchführer sind verpflichtet, bei Planung und Durchführung von IKI-Projekten die Umwelt und Sozialstandards des Green Climate Fund (GCF) (interim IFC-Standards) einzuhalten, wobei der Performance Standard 1 nicht angewendet werden soll. Im Rahmen der Projektplanung ist eine Risikoeinschätzung basierend auf den ICF-Standards durchzuführen. Bei einem möglichen Risiko müssen entsprechende Instrumente (z.B. Monitoring durch Indikatoren, Desk Study, Safeguards Planungsworkshop) zur Verringerung, Monitoring und Management von Risiken im Projektkonzept eingeplant werden.

Durchführer, die nicht über ein eigenes Safeguards-System oder -Expertise verfügen, können für die Risikoeinschätzung im Rahmen der Projektplanung Unterstützung durch das Programmbüro erhalten. Für Hochrisikoprojekte und in Ausnahmen für Projekte mit mittlerem Risiko ist es möglich zum Beispiel auch eine Studie oder Prüfmission zu beantragen. Die angemessene Vorbereitung von Projektvorschlägen, bei denen potentielle Risiken ersichtlich sind, kann die Verlängerung der Frist zur Einreichung der Projektunterlagen notwendig machen. Treten bei der Projektumsetzung Änderungen bezüglich der Risikobewertung ein, müssen diese umgehend dem PB/BMUB mitgeteilt werden.

Kontakt

Programmbüro Internationale Klimaschutzinitiative
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin

E-Mail: programmbuero(at)programmbuero-klima.de
Telefon: +49 (0)30 338 424 - 218
Telefax: +49 (0)30 338 424 - 302