Informationen für Antragsteller

Hier finden Sie Informationen zur Förderung von Vorhaben im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Aktuelles Auswahlverfahren

Die Einreichungsfrist für das Auswahlverfahren 2017 ist am 6. Juni 2016, 24 Uhr (MEZ) abgelaufen. Zu spät eingereichte Projektskizzen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Alle bis zu diesem Termin eingegangenen Projektskizzen werden derzeit detailliert geprüft und bewertet (erste Verfahrensstufe). Wir bitten von zwischenzeitlichen Anfragen zum Bewertungsstand abzusehen.

Wir informieren alle Anbieter im vierten Quartal dieses Jahres über das Ergebnis der Bewertung ihrer Projektskizze und fordern bei aussichtsreichen Skizzen dazu auf, einen förmlichen Förderantrag einzureichen. Die zu verwendende Mustervorlage für den Förderantrag erhalten Sie mit der Aufforderung zur Einreichung. Die Entscheidung über eine Förderung erfolgt aufgrund der abschließenden Prüfung des konkreten Förderantrags durch das Bundesumweltministerium (zweite Verfahrensstufe).

Allgemeine Informationen zum Auswahlverfahren

Projekte zur Förderung in der IKI wählt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) grundsätzlich durch einen Ideenwettbewerb aus.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

1. Verfahrensstufe:

Das BMUB veröffentlicht in der Regel jährlich einen Aufruf, Projektskizzen einzureichen (Ideenwettbewerb), sowie die dazugehörigen Förderinformation. Innerhalb einer festgelegten Frist können Interessenten aussagekräftige Projektskizzen in englischer Sprache vorlegen. Dafür muss die auf der IKI-Internetseite hinterlegte Mustervorlage für Projektskizzen verwendet werden. Alle bis zum festgelegten Stichtag in diesem Format beim Programmbüro IKI eingegangenen und vollständig ausgefüllten Projektskizzen werden durch das BMUB bewertet. Das Ministerium trifft auf Grundlage der verfügbaren Finanzmittel eine Auswahl unter den Projektskizzen und stimmt die Auswahl mit anderen relevanten Bundesministerien ab. Die Interessenten werden über das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert.

2. Verfahrensstufe:

Die Interessenten der ausgewählten Projektskizzen werden in der zweiten Stufe schriftlich zur Abgabe eines formalen Förderantrags aufgefordert und erhalten die notwendigen Bestimmungen und Mustervorlagen. Das BMUB prüft die eingehenden Projektanträge und entscheidet abschließend über die Förderung. Wenn eine politische und/oder völkerrechtliche Absicherung notwendig ist, beeinflusst dieser Prozess den Zeitpunkt des Projektstarts.

Antragsteller

Die Internationale Klimaschutzinitiative ist offen für unterschiedliche Akteure aus dem In- und Ausland. Gefördert werden Vorhaben von Durchführungsorganisationen des Bundes, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie von internationalen und multilateralen Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programmen der Vereinten Nationen, die in Partnerländern durchgeführt werden.

Leitlinien und Standardindikatoren

Ein jährlich stattfindender globaler Ideenwettbewerb als Grundlage der Projektauswahl stellt sicher, dass ambitionierte Vorhaben mit den jeweils am besten geeigneten Durchführungsorganisationen gefördert werden. Dabei gelten für die vom BMUB geförderten Projekte insbesondere folgende Punkte:

Ausgestaltung einer internationalen Klimafinanzarchitektur:

Die IKI unterstützt Mechanismen zur Mobilisierung zusätzlicher Mittel, insbesondere auch privater Investitionen, sowie nachhaltige Geschäftsmodelle für Maßnahmen zum Klima- und Biodiversitätsschutz.

Innovation und Multiplikatorenwirkung:

IKI-Projekte sollen technologisch, ökonomisch, methodisch oder institutionell ambitionierte sowie multiplizierbare Lösungsansätze verfolgen, die über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sind.

Transparenz und Kohärenz:

Die IKI unterstützt ihre Partnerländer dabei, messbare, berichtbare und verifizierbare (MRV) Beiträge zum Klimaschutz zu erbringen. Zudem bringt sich das BMU in die internationale MRV-Debatte ein. Einerseits entwickelt das BMU seinen eigenen Monitoringansatz kontinuierlich weiter; Projektplanung und Monitoring von IKI-Projekten orientieren sich an der Wirkungslogik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Andererseits stärkt die IKI gezielt Strukturen zur Transparenz und Governance der internationalen Klimafinanzierung.

Lernen aus Erfahrungen:

Über Plattformen wie Workshops oder Online-Netzwerke tauschen die in der IKI aktiven Akteure gesammelte Erfahrungen und erworbenes Wissen aus und lernen somit voneinander. Eine unabhängige Evaluierung der Einzelprojekte sowie des Gesamtprogramms liefert wichtige Erkenntnisse, um die IKI kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Standardindikatoren:

Seit 2015 gelten für alle neuen Projekte zusätzlich zu den projektspezifischen die übergreifenden Standardindikatoren, die zentrale Wirkungen des IKI Förderprogramms zusammenfassen. Dabei berichtet jedes Projekt zu allen Standardindikatoren, zu denen es einen signifikanten Beitrag leistet.

Die IKI Standardindikatoren sind:

Minderungsindikator: Verminderte Treibhausgasemissionen und Ausbau des Kohlenstoffspeichers (als Kohlendioxid-Äquivalente in Tonnen) im Projekt-/Programmgebiet

Anpassungsindikator: Anzahl der vom Projekt direkt unterstützten Personen bezüglich Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder bzgl. Ökosystemerhaltung.

Ökosystemindikator: Fläche von Ökosystemen (in Hektar), die durch Projektmaßnahmen verbessert oder geschützt wird.

Politikindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten politischen Rahmenwerke für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Institutionenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten institutionalisierten Strukturen oder Prozesse für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Methodenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten methodischen Instrumente, die der Bewältigung des Klimawandels und der Erhaltung der biologischen Vielfalt dienen.

Kontakt

Programmbüro Internationale Klimaschutzinitiative
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin

E-Mail: programmbuero(at)programmbuero-klima.de
Telefon: +49 (0)30 338 424 - 218
Telefax: +49 (0)30 338 424 - 302