Informationen für Antragsteller

Hier finden Sie Informationen zur Förderung von Vorhaben im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Aktuelles Auswahlverfahren

Länderspezifisches Auswahlverfahren

Die Einreichungsfrist für das Auswahlverfahren für länderspezifische Vorhabenskizzen für Kolumbien, Mexiko und die Philippinen ist am 27.9.2018 abgelaufen. Alle bis zu diesem Termin eingegangenen Vorhabenskizzen werden derzeit detailliert geprüft und bewertet (erste Verfahrensstufe). Wir bitten von zwischenzeitlichen Anfragen zum Bewertungsstand abzusehen.

Die hauptverantwortlichen Durchführungsorganisationen von aussichtsreichen Vorhabenskizzen werden schriftlich zu einem förmlichen Vorhabenvorschlag aufgefordert (Einleitung zweite Verfahrensstufe). Sie können auf Nachfrage im unmittelbaren Anschluss eine Förderung für die Erarbeitung der Vorhaben erhalten zum Beispiel für Studien, Prüfmissionen oder Planungsworkshops mit Partnerinstitutionen. Über entsprechende Anträge soll in der Regel binnen eines Monats ab Einreichung der für die Entscheidung maßgeblichen vollständigen Unterlagen entschieden werden.

Weitere Informationen zum Auswahlverfahren für Kolumbien, Mexiko und die Philippinen

IKI Förderinformation Kolumbien

IKI Förderinformation Mexiko

IKI Förderinformation Philippinen

Häufig gestellte Fragen (FAQ) - Update Stand 27. Juli 2018 (PDF | 664 KB)

Videoaufzeichnungen des Webinars zum aktuellen Auswahlverfahren vom Juni 2018

 

Thematisches Auswahlverfahren

Das thematische Auswahlverfahren 2018 ist abgeschlossen und es können derzeit keine Vorhabenskizzen für eine Förderung eingereicht werden. Das Bundesumweltministerium hat alle im Jahr 2017 eingereichten Vorhabenskizzen geprüft (erste Verfahrensstufe). Die hauptverantwortlichen Durchführungsorganisationen von aussichtsreichen Vorhabenskizzen wurden schriftlich zu einem förmlichen Vorhabenvorschlag aufgefordert (Einleitung zweite Verfahrensstufe). Die Organisationen können auf Nachfrage im unmittelbaren Anschluss eine Förderung für die Erarbeitung der Vorhaben erhalten zum Beispiel für Studien, Prüfmissionen oder Planungsworkshops mit Partnerinstitutionen. Über entsprechende Anträge soll in der Regel binnen eines Monats ab Einreichung der für die Entscheidung maßgeblichen vollständigen Unterlagen entschieden werden.

Weitere Informationen zum thematischen Auswahlverfahren

Förderinformation (PDF, 364 KB)

IKI Länderliste (PDF, 355 KB)

Häufig gestellte Fragen (FAQ) (PDF, 833 KB)

Allgemeine Informationen zum Auswahlverfahren

Programme zur Förderung in der IKI wählt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) grundsätzlich durch einen Ideenwettbewerb aus, der regelmäßig ausgerufen wird. Dabei wird zwischen thematischen und länderspezifischen Auswahlverfahren unterschieden. Zu jedem Auswahlverfahren veröffentlicht das BMU die dazugehörigen Förderinformationen (siehe rechte Spalte "Dokumente").

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

1. Verfahrensstufe:

Für die erste Verfahrensstufe sollten aussagekräftige Vorhabenskizzen in englischer Sprache auf Basis des IKI-Skizzenformulars ausschließlich online in der entsprechenden Eingabemaske über die IKI-Internetseite eingereicht werden. Alle bis zum festgelegten Stichtag in diesem Format beim IKI Secretariat eingegangenen und vollständig ausgefüllten Vorhabenskizzen werden durch das BMU bewertet.

Die Onlineplattform zur Abgabe von Vorhabenskizzen ist nach dieser Frist nicht mehr zugänglich. Vorhabenskizzen, die nicht auf dem vorgesehenen Weg eingereicht werden, können für das weitere Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden.

Das BMU trifft eine Vorauswahl aussichtsreicher Vorhabenskizzen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und der außenpolitischen und entwicklungspolitischen Kohärenz. Alle Interessenten werden über das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert.

2. Verfahrensstufe:

Die hauptverantwortlichen Durchführer aussichtsreicher Vorhabenskizzen werden schriftlich zu einem förmlichen Vorhabenvorschlag aufgefordert und können auf Antrag eine Förderung für die Erarbeitung der Vorhaben erhalten, zum Beispiel für Studien, Prüfmissionen oder Planungsworkshops mit Partnerinstitutionen. Nach dieser schriftlichen Aufforderung stehen den verbundführenden Organisationen acht Monate für die Einreichung des Vorhabenvorschlages zur Verfügung, über den nach abschließender Prüfung durch das BMU entschieden wird. Die dabei zu berücksichtigenden einschlägigen Bestimmungen und Mustervorlagen – einschließlich der Anforderungen zu Monitoring und Safeguards – werden nach Abschluss der ersten Verfahrensstufe bekannt gegeben.

Antragsteller

Die Internationale Klimaschutzinitiative ist offen für unterschiedliche Akteure aus dem In- und Ausland. Gefördert werden Vorhaben von Durchführungsorganisationen des Bundes, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen von Institutionen in den Partnerländern (unter anderem akkreditierte nationale Umsetzungsorganisationen bei internationalen oder multilateralen Organisationen) sowie von internationalen und multilateralen Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programmen der Vereinten Nationen, die in Partnerländern durchgeführt werden.

Leitlinien und Standardindikatoren

Regelmäßig stattfindende globale Ideenwettbewerbe als Grundlage der Vorhabenauswahl stellen sicher, dass ambitionierte Vorhaben mit den jeweils am besten geeigneten Durchführungsorganisationen gefördert werden. Antragsteller, deren eingereichte Vorhabenskizzen die erste Stufe des Auswahlverfahrens nach vordefinierten Kriterien des BMU bestanden haben, werden in einer zweiten Phase eingeladen, detaillierte Vorhabenvorschläge einzureichen. Diese Vorschläge sollen im Einklang mit den Hinweisen zur wirkungsorientierten Projektplanung und zum Monitoring der IKI, auch als Hinweise zur Projektplanung und zum Monitoring (Englisch) bekannt, entworfen werden. Dabei gelten für die vom BMU geförderten Projekte insbesondere folgende Punkte:

Ausgestaltung einer internationalen Klimafinanzarchitektur:

Die IKI unterstützt Mechanismen zur Mobilisierung zusätzlicher Mittel, insbesondere auch privater Investitionen, sowie nachhaltige Geschäftsmodelle für Maßnahmen zum Klima- und Biodiversitätsschutz.

Innovation und Multiplikatorenwirkung:

IKI-Vorhaben sollen technologisch, ökonomisch, methodisch oder institutionell ambitionierte sowie multiplizierbare Lösungsansätze verfolgen, die über das Einzelvorhaben hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sind.

Transparenz und Kohärenz:

Die IKI unterstützt ihre Partnerländer dabei, messbare, berichtbare und verifizierbare (MRV) Beiträge zum Klimaschutz zu erbringen. Zudem bringt sich das BMU in die internationale MRV-Debatte ein. Einerseits entwickelt das BMU seinen eigenen Monitoringansatz kontinuierlich weiter; Vorhabenplanung und Monitoring von IKI-Vorhaben orientieren sich an der Wirkungslogik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Andererseits stärkt die IKI gezielt Strukturen zur Transparenz und Governance der internationalen Klimafinanzierung.

Lernen aus Erfahrungen:

Über Plattformen wie Workshops oder Online-Netzwerke tauschen die in der IKI aktiven Akteure gesammelte Erfahrungen und erworbenes Wissen aus und lernen somit voneinander. Eine unabhängige Evaluierung der Einzelvorhaben sowie des Gesamtprogramms liefert wichtige Erkenntnisse, um die IKI kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Standardindikatoren:

Seit 2015 gelten für alle neuen Vorhaben zusätzlich zu den vorhabenspezifischen die übergreifenden Standardindikatoren, die zentrale Wirkungen des IKI Förderprogramms zusammenfassen. Dabei berichtet jedes Vorhaben zu allen Standardindikatoren, zu denen es einen signifikanten Beitrag leistet.

Die IKI Standardindikatoren sind:

Minderungsindikator: Verminderte Treibhausgasemissionen und Ausbau des Kohlenstoffspeichers (als Kohlendioxid-Äquivalente in Tonnen) im Projekt-/Programmgebiet

Anpassungsindikator: Anzahl der vom Vorhaben direkt unterstützten Personen bezüglich Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder bzgl. Ökosystemerhaltung.

Ökosystemindikator: Fläche von Ökosystemen (in Hektar), die durch Vorhabenmaßnahmen verbessert oder geschützt wird.

Politikindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten politischen Rahmenwerke für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Institutionenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten institutionalisierten Strukturen oder Prozesse für die Bewältigung des Klimawandels und/oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Methodenindikator: Anzahl der neuen oder verbesserten methodischen Instrumente, die der Bewältigung des Klimawandels und der Erhaltung der biologischen Vielfalt dienen.

SAFEGUARDS

Ab 2017 wendet die IKI für ihre Vorhaben einen systematischen Safeguards-Ansatz an. Dabei orientiert sie sich an dem normativen Rahmen der Safeguards des Green Climate Funds (GCF). Ziel eines systematischen Safeguards-Ansatzes ist die Vermeidung von negativen Auswirkungen von Vorhaben auf Umwelt und Gesellschaft. Potentiell negative Auswirkungen von Vorhabenaktivitäten auf vulnerable Personen beziehungsweise Schutzgüter, wie zum Beispiel marginalisierte Gruppen oder Ökosysteme, sind daher in allen IKI-Vorhaben zu berücksichtigen. Durchführer sind verpflichtet, bei Planung und Durchführung von IKI-Vorhaben die Umwelt und Sozialstandards des Green Climate Fund (GCF) (interim IFC-Standards) einzuhalten, wobei der Performance Standard 1 nicht angewendet werden soll. Im Rahmen der Vorhabenplanung ist eine Risikoeinschätzung basierend auf den ICF-Standards durchzuführen. Bei einem möglichen Risiko müssen entsprechende Instrumente (z.B. Monitoring durch Indikatoren, Desk Study, Safeguards Planungsworkshop) zur Verringerung, Monitoring und Management von Risiken im Vorhabenkonzept eingeplant werden.

Durchführer, die nicht über ein eigenes Safeguards-System oder -Expertise verfügen, können für die Risikoeinschätzung im Rahmen der Vorhabenplanung Unterstützung durch das IKI Secretariat erhalten. Für Hochrisikovorhaben und in Ausnahmen für Vorhaben mit mittlerem Risiko ist es möglich zum Beispiel auch eine Studie oder Prüfmission zu beantragen. Die angemessene Vorbereitung von Vorhabenvorschlägen, bei denen potentielle Risiken ersichtlich sind, kann die Verlängerung der Frist zur Einreichung der Vorhabenunterlagen notwendig machen. Treten bei der Vorhabenumsetzung Änderungen bezüglich der Risikobewertung ein, müssen diese umgehend der zuständigen Projektbetreuung im IKI Secretariat oder Programmbüro mitgeteilt werden.

Kontakt

IKI Secretariat
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Köthener Straße 4
10963 Berlin
iki-secretariat(at)z-u-g.org
www.z-u-g.org

Dokumente

Länderspezifisches Auswahlverfahren (erste Verfahrensstufe):

IKI Merkblatt Kooperationsvereinbarung (PDF, Englisch, 547 KB)

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IKI Onlineplattform

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Thematisches Auswahlverfahren (zweite Verfahrensstufe):