IKI Medium Grants

Über IKI Medium Grants werden Projekte gefördert, die von Organisationen aus Deutschland zusammen mit ihren lokalen Partnern in ODA-Zielländern umgesetzt werden. Möglich sind Modellprojekte, Formate zum Wissensaustausch sowie zum Kapazitätsaufbau und -ausbau in den Zielländern. Zivilgesellschaftliche Akteure sollen so gestärkt werden, um transformative Bottom-up-Beiträge zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu leisten. Es findet ein regelmäßiger, zweistufiger Ideenwettbewerb mit variierenden Schwerpunktthemen statt.

Antragsberechtigt sind Durchführungsorganisationen mit Sitz in Deutschland, die in der internationalen Zusammenarbeit im Klima- bzw. Biodiversitätsschutz tätig sind. Pro Projekt kann ein Förderbetrag zwischen 300.000 EUR und max. 800.000 EUR über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren gewährt werden. Die Projekte können in maximal zwei Ländern durchgeführt werden.

Aktuelles Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren für IKI Medium Grants ist zweistufig.

Der aktuelle Ideenwettbewerb für Skizzen startete am 12. Februar 2020. Bitte beachten Sie die offiziellen Förderinformationen (PDF, 782 KB) und folgende Rahmenbedingungen:

Für die erste Stufe des Auswahlverfahrens können Projektskizzen in deutscher Sprache bis 12. Mai 2020, 24 Uhr (MESZ) ausschließlich über die IKI-Onlineplattform eingereicht werden. Berücksichtigt werden nur vollständig und fristgerecht auf der Onlineplattform eingereichte Skizzen. In der zweiten Verfahrensstufe werden alle Durchführungsorganisationen von aussichtsreichen Projektskizzen schriftlich aufgefordert, einen ausführlichen Projektvorschlag einzureichen.

Projekte können frühestens ab dem ersten Quartal 2021 gefördert werden. Eine Anschlussfinanzierung aus Mitteln der IKI ist grundsätzlich nicht möglich.

Allgemeine Informationen zum Auswahlverfahren

Projekte, die im Rahmen der IKI gefördert werden, wählt das BMU durch Ideenwettbewerbe aus, die regelmäßig stattfinden. Ausführliche Informationen zu Förderbedingungen, Auswahlkriterien, Projektzielen und Förderschwerpunkten sind in dem Dokument „Förderinformation IKI Medium Grants“ zu finden.

Die Bewertung der Projektskizzen sowie der Projektvorschläge erfolgt im Auftrag des BMU durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH sowie bei Bedarf unter Begutachtung durch relevante Expertinnen und Experten. Die Auswahl der aussichtsreichsten Projektskizzen wird durch das BMU auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel getroffen.

Antragsberechtigte Organisationen

Gefördert werden zivilgesellschaftliche Organisationen (Stiftungen, Verbände, Vereine, Gewerkschaften), Lehrstühle und Institute staatlicher und nichtstaatlicher Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Think Tanks sowie gemeinnützige Unternehmen mit Hauptsitz und Geschäftstätigkeit in Deutschland.

Die antragsstellenden Durchführungsorganisationen müssen in der Regel seit mindestens drei Jahren kontinuierlich in der internationalen Zusammenarbeit im Klima- bzw. Biodiversitätsschutz tätig gewesen sein. Sie müssen darüber hinaus nachweislich in der Lage sein, Projekte gemeinsam und unter umfänglicher Einbeziehung von Durchführungspartnern in den Zielländern zu entwickeln und durchzuführen.

Safeguards

Das IKI-Safeguards-System ist ein wichtiges Instrument, um Schäden zu vermeiden oder zu mindern, die bei der Durchführung eines Projektes bei Menschen und/oder der Umwelt entstehen könnten. Die IKI-Safeguards gelten uneingeschränkt für alle IKI-Fördersäulen. Aus diesem Grund müssen Antragstellende Organisationen in der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens eine Einschätzung abgeben, ob ihr Projekt entsprechende Risiken birgt. Bei einem möglichen Risiko müssen entsprechende Instrumente (z.B. Monitoring durch Indikatoren, Desk Study, Safeguards Planungsworkshop) zur Verringerung, zum Monitoring und zum Management von Risiken im Projektvorschlag eingeplant werden. Der IKI-Safeguards-Ansatz stellt sicher, dass Risiken mitgedacht und gemanagt werden. Die IKI orientiert sich dabei an den Safeguards des Grünen Klimafonds (GCF, interim IFC-Standards) und unterliegt universellen Leitprinzipien, wie z.B. der Einhaltung der Menschenrechte.

Kontakt

IKI Secretariat
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Köthener Straße 4
10963 Berlin
iki-secretariat(at)z-u-g.org
www.z-u-g.org