IKI Small Grants

Die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und der Biodiversitätskonvention (CBD) erfordert die wirksame Beteiligung aller gesellschaftlicher Gruppen. Mit dem IKI-Small-Grants-Programm setzt sich das Bundesumweltministerium (BMU) gezielt für die Stärkung kleinerer Akteure ein. Das Programm finanziert seit 2019 Kleinprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern und fördert die Kapazitätsentwicklung von kleinen Organisationen und Förderinstitutionen vor Ort. IKI Small Grants wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt und umfasst die beiden Förderlinien „Internationale Calls“ und „Förderinstitutionen“.

Im Rahmen der Förderlinie „Internationale Calls“ führt die GIZ regelmäßig internationale Ausschreibungen durch. In einem einstufigen Auswahlverfahren können sich kleine subnationale, nationale und regionale Organisationen mit Sitz in einem ODA-Land direkt um eine Förderung für die Umsetzung lokaler oder regionaler Klima- und Biodiversitätsprojekte bewerben. Im ersten Call wurden Förderungen von bis zu 100.000 Euro ausgeschrieben. Zudem erhalten sie Unterstützung in Form von internen Capacity-Development-Maßnahmen.

Im Rahmen der Förderlinie „Förderinstitutionen“ werden nationale bzw. regionale Förderinstitutionen mit Sitz in einem ODA-Land bei der Umsetzung von Ideenwettbewerben im Bereich Klima- und Biodiversitätsschutz beraten und mit Fördermitteln in Höhe von rund 500.000 Euro unterstützt.

Aktuelles Auswahlverfahren

Der erste Call for Proposals ist geschlossen. Die Bewerbungsfrist endete am 05.03.2020.

Die Anträge werden derzeit einer detaillierten fachlichen und rechtlich-kaufmännischen Prüfung durch die GIZ unterzogen.

Aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie und der daraus resultierenden weitreichenden Einschränkungen kann es zu Verzögerungen im Prüfprozess kommen. Wir erwarten, alle Antragsteller bis Ende September 2020 über die Entscheidung zu den eingereichten Projektvorschlägen informieren zu können. Wir bitten, während dieses Zeitraums, von Anfragen zum Status einzelner Bewerbungen abzusehen.

Informationen zum Auswahlprozess

Die Auswahlverfahren finden regelmäßig statt und laufen genau wie die Mittelauszahlung über Verfahren der GIZ. Der Start der „Calls for Proposals“ sowie die Bewerbungsfrist werden auf dieser Webseite sowie über den IKI-Newsletter publiziert.

Bewerbungen können nur über die IKI-Onlineplattform eingereicht werden. Diese wird freigeschaltet, sobald ein neuer „Call for Proposals“ startet. Bewerbungen per E-Mail können nicht berücksichtigt werden.

Für jeden Call werden auf dieser Website Formularvorlagen zur Verfügung gestellt, die für die Bewerbung verwendet werden müssen. Bedenken Sie, dass es in den letzten Tagen vor Ende der Bewerbungsfrist, insbesondere in den letzten Stunden, zu einer erhöhten Nutzung der digitalen Antragsplattform kommen kann. Bitte laden Sie daher mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf Ihren Antrag auf die Plattform hoch.

Nach dem erfolgreichen Absenden einer Bewerbung erhalten Antragsteller eine Bestätigungsmail mit individueller Projektnummer, die bei Anfragen an das IKI-Small-Grants-Team immer angegeben werden muss.

Die Projektanträge werden nach Ende der Bewerbungsfrist einer fachlichen und rechtlich-kaufmännischen Prüfung durch das IKI-Small-Grants-Team der GIZ unterzogen und in Abstimmung mit dem BMU ausgewählt.

Die geplante Projektdauer liegt zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. In begründeten Ausnahmefällen kann die Projektlaufzeit auch verlängert werden. Ausführliche Informationen über Förderbedingungen und Förderschwerpunkte werden in der Förderinformation des jeweiligen Calls veröffentlicht.

Antragsberechtigte Organisationen

Antragsteller müssen Sitz und Registrierung in einem Land haben, das die Kriterien für Official Development Assistance (ODA) erfüllt, die vom Development Assistance Committee (DAC) der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) definiert wurden. Die vorgeschlagenen Projekte müssen gemeinnützig sein. Globalprojekte werden nicht gefördert. Für jeden Call for Proposals wird vorab auf dieser Website eine Förderinformation mit detaillierten Auswahlkriterien veröffentlicht.

Safeguards

Das IKI-Small-Grants-Safeguards-System ist ein wichtiges Instrument, um Schäden zu vermeiden oder zu mindern, die bei der Durchführung eines Projektes den Menschen oder der Umwelt entstehen könnten. Aus diesem Grund müssen Antragsteller angeben, ob ihr Projekt das Risiko birgt, negative Auswirkungen zu verursachen.

Standardindikatoren

Die IKI-Small-Grants-Standardindikatoren sind ein wichtiges Instrument für das Gesamtmonitoring aller IKI-Small-Grants-Projekte. Sie sind nicht Bestandteil des Projektantrags. Die Standardindikatoren werden zusammen mit den Antragstellern der ausgewählten Projekte vor Vertragsabschluss festgelegt.

Unterstützung von Förderinstitutionen

Die Förderlinie „Förderinstitutionen“ bringt gemeinsam mit ausgesuchten nationalen oder regionalen Förderinstitutionen Kleinprojekte in den Partnerländern auf den Weg. Die Auswahl und Implementierung der Kleinprojekte werden hierbei maßgeblich durch den nationalen/regionalen Partner gesteuert. Das IKI-Small-Grants-Team der GIZ berät und unterstützt die Förderinstitutionen beim Aufsetzen und in der Durchführung nationaler Ideenwettbewerbe. Die Beratungsschwerpunkte werden individuell mit den Förderinstitutionen vereinbart. Jede Partnerinstitution erhält ein Grant Agreement von rund 500.000 Euro, um ihre eigenen administrativen Kosten abzudecken und die ausgewählten Kleinprojekte fördern zu können.

Kontakt

IKI Small Grants Team

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
(GIZ) GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
IKI-Small-Grants(at)giz.de