Schutzgebiete und Ökosystemleistungen

Die 195 Vertragsstaaten der CBD haben sich in ihrem Arbeitsprogramm zum Thema Schutzgebiete das Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 17 Prozent der gesamten Fläche an Land und Binnengewässern sowie 10 Prozent aller Küsten- und Meeresgebiete unter Schutz zu stellen. Aktuelle Bestrebungen, im Rahmen des in Bearbeitung befindlichen Post-2020-Biodiversitäts-Rahmenwerks, verlangen umfassende Raumplanungsansätze sowie dass 30 Prozent der Land- und Meeresfläche geschützt sind. Natürliche Ökosysteme sollen erhalten, wiederhergestellt und nachhaltig bewirtschaftet werden, um bis 2030 eine Nettozunahme von Fläche, Konnektivität und Integrität natürlicher Ökosysteme zu erzielen. Zudem sollen Anpassungsmaßnahmen und der Landschaftsansatz umgesetzt werden. Landschaftsbasierte Ansätze („landscape approach“) stellen sicher, dass konkurrierende Landnutzungsinteressen und Nachfragen nach Landnutzung so ausbalanciert werden, dass menschliches Wohlergehen und die Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden. Das betrifft insbesondere solche Gebiete, die eine hohe biologische Vielfalt aufweisen und wichtige Ökosystemleistungen erbringen.

IKI-Projekte unterstützen Partner dabei, Schutzgebiete einzurichten, zu erweitern, zu vernetzen, zu konsolidieren und effektiv zu verwalten sowie degradierte Lebensräume wiederherzustellen. Dabei ist es wichtig, auch lokale und indigene Gemeinschaften einzubeziehen, um Schutzmaßnahmen partizipativ und nachhaltig zu gestalten. Gemeinsam mit ihnen entwickeln IKI-Projekte Strategien zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen und biologischen Ressourcen, die die Lebensgrundlage der Menschen darstellen. Ein Fokus liegt hier auf der Anwendung von indigenem und  lokalem Wissen und der Vervielfältigung von gelungenen Praxisbeispielen. Ein wichtiger Beitrag und Ziel der IKI ist dabei nicht nur die unter Schutz stehende Fläche zu vergrößern und Ökosysteme besser zu vernetzen, sondern auch die Qualität des Schutzes zu erhöhen und langfristig zu gewährleisten.