NAMA Facility

Wie bei den Klimaverhandlungen 2012 in Doha, Katar, angekündigt, haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das britische Ministerium für Energie und Klimawandel (DECC) die NAMA-Fazilität gemeinsam eingerichtet und mit einer Anfangssumme von 70 Millionen Euro ausgestattet. Die Mittel dienen der Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern, die eine führende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen und anspruchsvolle Klimaschutzmaßnahmen (NAMAs) durchführen wollen. Wegen des großen Erfolgs des ersten Ideenwettbewerbs stellen BMUB und DECC weitere 50 Millionen Euro zur Verfügung, um eine zweite Auswahlrunde für NAMA-Unterstützungsprojekte in 2014 zu finanzieren. Der deutsche Beitrag kommt aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), während die britische Regierung das Programm aus dem International Climate Fund (ICF) finanziert.

Im internationalen Klimaprozess wurden NAMAs (nationally appropriate mitigation actions - national angemessene Klimaschutzmaßnahmen) als freiwillige Klimaschutzmaßnahmen von Entwicklungs- und Schwellenländern etabliert. NAMA sind in die jeweiligen nationalen Entwicklungspläne eingebettet und tragen dazu bei, das jeweilige Land auf einen emissionsarmen Entwicklungspfad zu bringen.

Entwicklungs- und Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen vorbereitet - auch mit Unterstützung im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Der Zugang zu Finanzierungsmitteln für die Umsetzung mittels bestehender privatwirtschaftlicher oder öffentlicher Kanäle hat sich jedoch, insbesondere für sehr innovative NAMA, als schwierig erwiesen. Die NAMA-Fazilität baut auf frühere Unterstützung auf und zielt darauf ab, den Bedarf an maßgeschneiderten Klimaschutzfinanzierungen zu decken, indem sie die die Umsetzung ehrgeiziger NAMA in den einzelnen Ländern unterstützt und so spezifische Reduzierungen von Treibhausgasemissionen vor Ort ermöglicht.