Weltklimakonferenz

Die Weltklimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) und das höchste Gremium der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC. Alle Staaten, die Vertragsparteien des Übereinkommens sind, sind auf der COP vertreten, wo sie die Umsetzung des Übereinkommens und alle anderen von der COP angenommenen Rechtsinstrumente überprüfen. Sie treffen gemeinsam die notwendigen Beschlüsse, um die wirksame Umsetzung des Übereinkommens zu fördern, einschließlich institutioneller und administrativer Vorkehrungen.

2015, bei der COP 21 in Paris, wurde das erste Klimaschutzabkommen vereinbart, das alle 195 Mitgliedstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt. Von großer Relevanz dafür sind die nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs), in denen die Vertragsstaaten des Pariser Klimaschutzabkommens unter anderem ihre Minderungsziele formulieren und ihre Vereinbarungen im Kontext ihrer eigenen nationalen Gegebenheiten, Fähigkeiten und Prioritäten vorlegen. Gemeinsames Ziel ist die globalen Treibhausgasemissionen so weit zu reduzieren, dass der globale Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius gehalten wird.

Die IKI unterstützt den Verhandlungsprozess

Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt mit seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) Partnerländer bei der Entwicklung ihrer NDCs. Die Projekte der IKI fördern den Verhandlungsprozess auf vielfältige Weise.

Die Partnerländer werden durch unterschiedliche Aktivitäten von IKI-Projekten auf die relevanten Themen für die Klimaverhandlungen unmittelbar vorbereitet:  Durch Verhandlungstraining, Vernetzungsmaßnahmen, wissenschaftliche Analysen, die als Grundlage für die Entscheidungsfindung dienen sowie durch Beiträge zur Erarbeitung nationaler oder regionaler Positionen.

IKI-Projekte arbeiten dabei Hand in Hand mit öffentlichen und privaten Akteuren, um die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen bei der Umsetzung von nationalen Klimazielen zu unterstützen. Sie zeigen auf, wie die Beschlüsse der Klimaverhandlungen in die Praxis umgesetzt werden können und begleiten die Partner dabei. Die Partner der IKI können geeignete Methoden und Instrumente für Anpassungs- und Transformationsprozesse entwickeln und einsetzen, indem sie bei Know-how-Transfer und Technologiekooperation, Politikberatung und/oder Investitionen unterstützt werden.

Die IKI ist ein wichtiger Teil der deutschen Klimafinanzierung und ist ein Beispiel dafür, wie Klimaschutz finanziert werden kann.